Der gebürtige Niederösterreicher Michael Höpfner wandert seit zwanzig Jahren durch entlegene Regionen der Welt, darunter die Hochebenen in Tibet, die Flussläufe in Albanien und Täler in den Alpen. Seine wochenlangen Märsche zu Fuß dokumentiert er fotografisch, in Zeichnungen und Tagebuchnotizen. Höpfner betrachtet seine Wanderungen als Suche nach der menschlichen Beziehung zur Natur und thematisiert in seinen Arbeiten Stille, Wortlosigkeit und Einsamkeit sowie existenzielle Erfahrungen, sowohl physisch als auch mental. Er reflektiert über grundlegende Konzepte wie Zeit, Raum, Leere und Distanz. Höpfner betont, dass sein Gehen eine künstlerische Handlung ist, die sich gegen zeitgenössische ideologische und gesellschaftliche Ansichten auflehnt. Er sieht es als einen Weg, bestehende Muster zu durchbrechen und sucht aktiv nach einem verlorenen Verhältnis zur Natur. Diese Entfremdung ist ein ständiger Antrieb für ihn. Zur Personale in der Landesgalerie Niederösterreich wurde in Zusammenarbeit mit Höpfner ein Kunstbuch im Verlag Bibliothek der Provinz erstellt, das Texte von Lorenzo Giusti und Günther Oberhollenzer sowie ein Gespräch zwischen Oberhollenzer und dem Künstler enthält.
Michael Höpfner Book order



- 2019
- 2011
Der österreichische Fotograf Michael Höpfner wanderte acht Wochen über das südliche Chang Tang Plateau, das Teil der Autonomen Provinz Tibet ist und bis jetzt von nomadisierenden Drogpas besiedelt wurde. Er entwickelte dort die Arbeit OUTPOST OF PROGRESS: Eine Serie von Schwarzweißfotografien, die einen Ort umkreisen, der nur als weißer Fleck auf der Landkarte existiert. „Vor zwei Tagen war ich auf einen befahrbaren Weg gestoßen. Ich war überrascht, in der Beschreibung, die ich mit mir trage, ist keine Straße erwähnt. Sie dürfte unlängst konstruiert worden sein. Unsicher folgte ich dieser von einem Bagger in den dünnen Tundraboden geschobenen Trasse hierher, bis ich von einer Anhöhe auf den Außenposten blickte, von dem ich nun berichte.“ Ausschnitt aus dem Tagebuch von Michael Höpfner, Herbst 2007
- 2008
Charakterisierung polarer stratosphärischer Wolken mittels hochauflösender Infrarotspektroskopie
- 182 pages
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Polare stratosphärische Wolken (PSCs) spielen für die Ozonchemie der winterlichen Stratosphäre eine herausragende Rolle. Wechselwirkungen zwischen der abkühlenden Stratosphäre und der Existenz von PSCs können die zukünftige Entwicklung der Ozonschicht beeinflussen. Die vorliegende Arbeit zeigt auf, wie aus Fernerkundungsmessungen im Infraroten globale Bilder über Verteilung und chemische Zusammensetzung von PSCs gewonnen und daraus Schlüsse über deren Entstehung abgeleitet werden können.