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Fernsehen und Hörfunk für die Demokratie

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Die zentralen rundfunkpolitischen Herausforderungen liegen im Spannungsfeld zwischen Parteipolitisierung und Kommerzialisierung. Der Rundfunk fungiert nicht nur als Medium, sondern auch als wichtiger Faktor der öffentlichen Meinungsbildung. Daher ist es entscheidend, die Parteien nicht aus den Kontrollgremien des Rundfunks auszuschließen, da sie den verfassungsrechtlichen Auftrag haben, an der politischen Willensbildung des Volkes mitzuwirken. Allerdings sind die Parteien nicht die einzigen gesellschaftlich relevanten Kräfte, die im Rundfunk vertreten sein möchten, um die öffentliche Meinungsbildung zu beeinflussen. Um den zunehmenden Privatisierungs- und Kommerzialisierungstendenzen entgegenzuwirken, muss der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Bundesrepublik sicherstellen, dass die Programmverantwortlichen dem Druck politischer Interessengruppen nicht nachgeben. Ihre Verpflichtung liegt nicht bei bestimmten Parteiständen oder Interessen, sondern allein bei einem demokratisch-pluralistischen Programm. Reinhard Appels Aussage verdeutlicht dies: Parteien vertreten zwar viele Interessen ihrer Wähler, repräsentieren jedoch nicht automatisch das Gemeinwohl. Oft verfolgen sie, bedingt durch Machtkämpfe, Interessen, die nicht mit denen ihrer Wähler übereinstimmen, und greifen Wahlkampfthemen auf, um Wählerstimmen zu gewinnen.

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Fernsehen und Hörfunk für die Demokratie, Jörg Aufermann, Wilfried Scharf, Otto Schlie (Hrsg.)

Language
Released
1979
Binding
(Paperback),
Book condition
Good
Price
€4.49

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Title
Fernsehen und Hörfunk für die Demokratie
Language
German
Released
1979
Format
Paperback
Pages
608
ISBN10
353111395X
ISBN13
9783531113951
Series
Description
Die zentralen rundfunkpolitischen Herausforderungen liegen im Spannungsfeld zwischen Parteipolitisierung und Kommerzialisierung. Der Rundfunk fungiert nicht nur als Medium, sondern auch als wichtiger Faktor der öffentlichen Meinungsbildung. Daher ist es entscheidend, die Parteien nicht aus den Kontrollgremien des Rundfunks auszuschließen, da sie den verfassungsrechtlichen Auftrag haben, an der politischen Willensbildung des Volkes mitzuwirken. Allerdings sind die Parteien nicht die einzigen gesellschaftlich relevanten Kräfte, die im Rundfunk vertreten sein möchten, um die öffentliche Meinungsbildung zu beeinflussen. Um den zunehmenden Privatisierungs- und Kommerzialisierungstendenzen entgegenzuwirken, muss der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Bundesrepublik sicherstellen, dass die Programmverantwortlichen dem Druck politischer Interessengruppen nicht nachgeben. Ihre Verpflichtung liegt nicht bei bestimmten Parteiständen oder Interessen, sondern allein bei einem demokratisch-pluralistischen Programm. Reinhard Appels Aussage verdeutlicht dies: Parteien vertreten zwar viele Interessen ihrer Wähler, repräsentieren jedoch nicht automatisch das Gemeinwohl. Oft verfolgen sie, bedingt durch Machtkämpfe, Interessen, die nicht mit denen ihrer Wähler übereinstimmen, und greifen Wahlkampfthemen auf, um Wählerstimmen zu gewinnen.