Explore the latest books of this year!
Bookbot

Grenzen der Männlichkeit

Parameters

  • 254 pages
  • 9 hours of reading

More about the book

Mechthild Fend untersucht die erotische und effeminierte Männlichkeit im Übergang von höfischer zu bürgerlicher Gesellschaft. Der Androgyn stellt sich dabei als eine für Umbruchphasen charakteristische Krisenfigur heraus. Gegenstände der Studie sind Gemälde, Grafiken und Skulpturen von Künstlern wie Jacques-Louis David oder Anne-Louis Girodet und medizinische, kunsttheoretische sowie literarische Texte von Johann-Joachim Winckelmann bis Honoré de Balzac. Auch in Frankreich sind die klassizistischen Schönheitsideale von Winckelmanns Schriften zur Kunst des Altertums geprägt. Sie sind androzentrisch am Bild des Mannes orientiert. Die von einer einheitlichen, fließenden Linie konturierten Körperbilder entwerfen dabei ein ideales, klar umgrenztes Ich, das zugleich von Destabilisierung und Auflösung bedroht ist. In diesem Sinne sind die 'Grenzen der Männlichkeit' zu verstehen: es geht um Definitionen im Sinne einer Begrenzung, um Androgynie als ein Grenzphänomen zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit und um die Konturen als Bildzeichen für die Körpergrenze. Bei der Analyse der Bilder wird die Umrisslinie nicht nur als Stilelement des Neoklassizismus gesehen, sondern vor allem als Mittel der Körperbezeichnung, mit dem das Ideal eines männlichen Subjektes in geschlossenen Grenzen entworfen wird. In diesem Buch macht Mechthild Fend formanalytische Ansätze für die kunstgeschichtliche Geschlechterforschung nutzbar.

Book purchase

Grenzen der Männlichkeit, Mechthild Fend

Language
Released
2003
Binding
(Paperback),
Book condition
Good
Price
€40.99

Payment methods

No one has rated yet.

Title
Grenzen der Männlichkeit
Language
German
Released
2003
Format
Paperback
Pages
254
ISBN10
3496012862
ISBN13
9783496012863
Series
Description
Mechthild Fend untersucht die erotische und effeminierte Männlichkeit im Übergang von höfischer zu bürgerlicher Gesellschaft. Der Androgyn stellt sich dabei als eine für Umbruchphasen charakteristische Krisenfigur heraus. Gegenstände der Studie sind Gemälde, Grafiken und Skulpturen von Künstlern wie Jacques-Louis David oder Anne-Louis Girodet und medizinische, kunsttheoretische sowie literarische Texte von Johann-Joachim Winckelmann bis Honoré de Balzac. Auch in Frankreich sind die klassizistischen Schönheitsideale von Winckelmanns Schriften zur Kunst des Altertums geprägt. Sie sind androzentrisch am Bild des Mannes orientiert. Die von einer einheitlichen, fließenden Linie konturierten Körperbilder entwerfen dabei ein ideales, klar umgrenztes Ich, das zugleich von Destabilisierung und Auflösung bedroht ist. In diesem Sinne sind die 'Grenzen der Männlichkeit' zu verstehen: es geht um Definitionen im Sinne einer Begrenzung, um Androgynie als ein Grenzphänomen zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit und um die Konturen als Bildzeichen für die Körpergrenze. Bei der Analyse der Bilder wird die Umrisslinie nicht nur als Stilelement des Neoklassizismus gesehen, sondern vor allem als Mittel der Körperbezeichnung, mit dem das Ideal eines männlichen Subjektes in geschlossenen Grenzen entworfen wird. In diesem Buch macht Mechthild Fend formanalytische Ansätze für die kunstgeschichtliche Geschlechterforschung nutzbar.