Menschen zünden dann und wann eine Kerze an, wenn sie im Urlaub eine Kirche besuchen. Sie nehmen eine Engelfigur ins Krankenhaus mit, gestalten familiär die Advents- und Osterzeit, manche fasten, andere pilgern. Und Yoga praktizieren viele. Manch anderes gibt es heute, was im weitesten Sinne zu einer moderaten Frömmigkeit gerechnet werden kann. Das Buch erkundet unvoreingenommen solche Formen eines unauffälligen Christentums, das Zeitgenossinnen und Zeitgenossen pflegen, die man als „mild religiös“ beschreiben kann. Was macht diese Praktiken heute bedeutsam? Und: Wie kann sich Kirche zu dieser eigensinnig gelebten spätmodernen Frömmigkeit verhalten?
Kristian Fechtner Books
January 1, 1961



Religion in der Lebenswelt der Moderne
- 254 pages
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Die Beiträge dieses Bandes verstehen sich als Fallstudien zur Religionskultur der Gegenwart in verschiedenen sozialen Kontexten: Welche lebensgeschichtliche Bedeutung hat Religion diesseits und jenseits von Kirche, etwa in der Biographie von Frauen? - Inwiefern nehmen neuere Formen kirchlicher Praxis - so etwa das Bibliodrama - moderne Ansprüche religiöser Subjektivität auf? - In welchen politischen Zusammenhängen lassen sich Relevanz und Funktion organisierter Religion für den gesellschaftlichen Wandel erkennen? Gefragt wird somit nach Religion in unterschiedlichen Lebensformen und Lebenskontexten moderner Gesellschaft.