Das Flüchtlingslager Moria ist zum traurigen Symbol für den Umgang der EU mit der sogenannten »Flüchtlingskrise« geworden. Die Kinderpsychologin Katrin Glatz Brubakk hat dort zwischen 2015 und 2023 regelmäßig als Helferin gearbeitet und das Leben der Menschen im Lager dokumentiert. Untermalt mit ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Fotografien und einer vierfarbigen Fotostrecke wird erstmals der Alltag der Menschen, die in Moria lebten, sichtbar gemacht. Kurze Einschübe erörtern zusätzlich die Folgen der durchlebten Traumata für die Schutzsuchenden aus psychologischer Sicht. Was macht es mit Menschen, die trauern, wenn um sie herum die meisten anderen ebenfalls trauern? Wie gehen Kinder mit Verlust um? Und welche Rolle spielt Hoffnung? Katrin Glatz Brubakk und ihre Co-Autorin, die norwegische Journalistin Guro Kulset Merakerås, ordnen die erschütternden Beobachtungen in einen politischen und historischen Zusammenhang ein, der einen schonungslosen Einblick in eines der dunkelsten Kapitel der europäischen Zeitgeschichte öffnet und dabei vor allem die größten Verlierer in allen Kriegen und Krisen in den Blick nimmt: die Kinder.
Katrin Glatz Brubakk Books


Tagebuch aus Gaza
Der Bericht einer Kinderpsychologin über Verlust, Traumata und Hoffnung
- 176 pages
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Katrin Glatz Brubakk arbeitete im Herbst 2024 einen Monat lang als Kinderpsychologin im Nasser-Krankenhaus in Khan Younis im Süden des Gazastreifens. Mit ihrem Tagebuch aus dieser Zeit zeigt sie, was der Krieg psychologisch mit den Menschen und vor allem den Kindern macht. Unter welchem unvorstellbaren Stress leben sie? Welche existentiellen Sorgen haben sie? Welche Krankheiten und Folgen tragen sie für ihr weiteres Leben davon? Katrin Glatz Brubakk zeigt aber auch, wie sehr sich die Menschen einander helfen wollen - vor allem dabei, die Hoffnung aufrechtzuerhalten. "Ich habe den Klang des Krieges gehört. Nicht in Form von Bombenexplosionen, sondern als schmerzhafte Angstschreie traumatisierter Kinder. Schreie, die so durchdringend sind, dass sie den gesamten Schmerz Gazas verkörpern."