Noch bevor Thea von Harbou, die spätere Ehefrau des Regisseurs Fritz Lang, die Drehbücher zu Meilensteinen der Filmgeschichte wie Metropolis oder M – Eine Stadt sucht einen Mörder schrieb, bewies sie mit dieser Sammlung von unheimlichen Geschichten ihr Talent für die Darstellung der dunklen Abgründe der menschlichen Existenz. In den sieben in einer Rahmenhandlung miteinander verwobenen Erzählungen entwirft Thea von Harbou rund um das zentrale Thema der Konfrontation mit der Sterblichkeit eine Typologie der „Masken des Todes“, die eng mit moralischen Fragen, religiöser Opfermystik, spiritueller Läuterung und dem traumatischen Erlebnis des Ersten Weltkriegs verbunden ist. Ein Unwetter zwingt sieben Gesellen dazu, Zuflucht in einer einsamen Hütte zu suchen. Um sich die Zeit zu vertreiben, beginnen sie, sich gegenseitig unheimliche Geschichten zu erzählen. Schnell wird klar, dass alle Geschichten um ein Thema kreisen: den Tod, der in vielen Gestalten und Masken erscheint. Thea von Harbou seziert in dieser atmosphärischen Rahmenerzählung meisterhaft die Abgründe der Seele und das unausweichliche Schicksal des Menschen. Diese sorgfältig edierte und illustrierte Neuausgabe erweckt ein zu Unrecht vergessenes Werk der frühen deutschen Phantastik zu neuem Leben. Ein fesselnder Klassiker der Schauerliteratur – ergänzt durch ein informatives Nachwort von Jo Piccol sowie Illustrationen von Ladi Bartok.
Ladi Bartok Book order (chronological)


Löcher für Gesichter
- 340 pages
- 12 hours of reading
Ramsey Campbell, einer der einflussreichsten zeitgenössischen Horrorautoren, schafft es mit den Geschichten in seiner Sammlung Löcher für Gesichter tief verwurzelte Ängste zu wecken. Seine Protagonisten - ältere Menschen oder Kinder - sind gefangen in einer Realität, die sich langsam, aber unaufhaltsam in einen Albtraum verwandelt. Campbell nutzt meisterhaft die Perspektiven dieser Figuren als unzuverlässige Erzähler, um eine Atmosphäre der Isolation, der unterschwelligen Bedrohung und des unausweichlichen Grauens zu erzeugen. Ob es sich um einen Mann handelt, der auf einem düsteren Bahnsteig gefangen ist, oder um ein Kind, das von einer unheimlichen Präsenz verfolgt wird - jede Geschichte zieht den Leser tiefer in Campbells verstörende Welt. „Vielleicht der wichtigste lebende Autor des Horror-Genres.“ (David Hartwell, The Years Best Horror Stories) „Gute Horror-Schriftsteller sind sehr selten, und Campbell ist mehr als nur gut.“ (Stephen King, Danse Macabre)