Johannes Zeilinger Books





Komturei Werben/Elbe
- 28 pages
- 1 hour of reading
Auf brüchigem Eis
- 351 pages
- 13 hours of reading
Auf brüchigem Eis schildert die Geschichte des Wettlaufs zum Pol, in dessen Mittelpunkt das abenteuerliche Leben des amerikanischen Polarforschers Frederick Cook und seine Rivalität mit Robert Peary steht - zwei Männer, die beide vor einhundert Jahren aller Welt erzählten, sie hätten den Nordpol entdeckt. Cook und Peary bewiesen in den Eiswüsten des Nordens nicht nur ihre Größe, sondern zeichneten sich auch durch Niedertracht und Gewalt aus, als würde die schneidende Kälte den Menschen schonungslos bis in sein dunkles Innerste sezieren. So ist dieses Buch mehr als eine spannend und packend erzählte Abenteuergeschichte: Es ist auch zugleich eine Parabel über tödlichen wissenschaftlichen Ehrgeiz.
Berlin und Karl May – eine tragische Liebesbeziehung! Hier kam es zum entscheidenden Zerwürfnis mit Ehefrau Emma und hier wurde in einem Urteil des Amtsgerichts Charlottenburg die persönliche Integrität des Schriftstellers demoliert. In einem Berliner Gerichtssaal erlebte Karl May aber auch seine Rehabilitation als Mensch und Dichter, hier wurden seine Romane erstmals verfilmt und Will Quadflieg verkörperte Winnetou in der Volksbühne. In einem breiten Spektrum dokumentiert der Sammelband die wechselvolle Beziehung von Karl May mit der Reichshauptstadt, die schon früh, wie ein Originaltext zeigt, auch Kulisse für seine grelle Abenteuerwelt darstellte. Grundlegende Arbeiten namhafter Mayforscher erklären den Verlauf der Berliner Prozesse und untersuchen die traumatische Trennung von seiner Frau, ergänzt von erstmals in Faksimile abgedruckten Tagebucheinträgen seiner späteren Frau Klara als Zeugin des Zerwürfnisses. Daneben enthält der Band auch Arbeiten zur Rezeptionsgeschichte Mays und führt so den Leser unterhaltsam wie spannend in den faszinierenden Kosmos von Werk und Wirkungsgeschichte Mays ein. Eine kommentierte Zeittafel erschließt die häufigen Besuche Mays in Berlin, der dort auch immer wieder die „erquickende Ruhe einer Weltstadt“ genoss.
Lya de Putti war keine fiktive Figur, sondern eine Filmschauspielerin mit einem Leben voller Dramatik. Von adeliger ungarischer Herkunft, durchlebte sie zahlreiche Abenteuer in Ungarn und Rumänien, wurde mehrfach als Spionin verurteilt und 1920 in Bukarest zum Tode verurteilt. Dank Glück und Bestechung konnte sie nach Berlin fliehen, wo ihre Karriere mit einer Nebenrolle in Joe Mays „Das indische Grabmal“ begann. Als Star verkörperte sie kollektive Sehnsüchte und hielt die Identität zwischen ihrem Privatleben und ihrem Leinwandvamp aufrecht. 1926 folgte sie dem Trend europäischer Künstler nach Hollywood, doch der Ruhm verblasste schnell. 1931 starb sie in New York, vergessen und isoliert, nachdem sie aus Liebeskummer in einen Hungerstreik getreten war und in einem unbewachten Moment ein Hühnerbein gegessen hatte. Ihr Tod markierte das Ende der Stummfilm-Ära und ihr bewegtes Leben spiegelt eine vergangene Epoche wider, authentischer und farbiger als viele Leinwanddramen. Johannes Zeilinger, 1948 in Oberbayern geboren und heute Chirurg in Berlin, begann seine Spurensuche nach Lya de Putti, inspiriert von einer älteren Dame, die von einem Vorfall berichtete, bei dem die Schauspielerin einst in einem hysterischen Anfall aus ihrem Balkon gefallen war.