Irgendwo müssen noch Väter sein. Prosagedichte
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Dieses Buch ist ein wütender Protest gegen die denkfaule Duldung von Tod und Untergang. Ein Protest gegen die Art und Weise, wie sich die Europäer gegen die anderen abschirmen. Also eigentlich sind es ja die Mitteleuropäer, denn die Rumänen und die Kroaten und die Albanier und die Slowaken und all die anderen mit den unaussprechlichen Namen, die mögen wir ja auch nicht, wenn sie an die Tür des Wohlstands klopfen und höflich fragen, ob sie unsere Drecksarbeit machen dürfen. Während sich Menschen familienweise auf Schiffen übers stürmische Meer wagen, mit denen wir nicht einmal im Freibad fahren würden, sitzen wir in relativ sehr großer und absolut gesetzt immer noch erheblicher Behaglichkeit und Wohlstand zwischen trinkbarem Wasser und essbarem Gemüse und sehen ihnen im Fernsehen zu. Vielleicht wächst das Unbehagen, vielleicht sogar die Angst. Dieses Buch ist ein Pamphlet, eine wütende Empörung auf philosophischer Basis, Sartre und Derrida, Camus und Diogenes werden herangezogen, um die Verknüpfung von Moral, Ethos und Realpolitik zu einem funkelndsprachspielenden Text zu machen.
Ein norddeutsches Schriftstellerleben im 19. für Leser des 21. Jahrhunderts anschaulich zu machen –das ist das Anliegen dieser Bildbiografie. Vier Kapitel mit kurzen Überblickstexten und einer Fülle kommentierter Abbildungen zeichnen John Brinckmans Werdegang nach: ausgehend von seiner Geburtsstadt Rostock über einen mehrjährigen Amerikaaufenthalt und die Stationen Rey, Dobbertin, Goldberg bis hin zu seiner letzten und wichtigsten Wirkungsstätte als Lehrer in Güstrow. Von Güstrow aus kam sein literarisches Talent in besonderer Weise zum Tragen, hier wurde er zu einem der besten Dichterder niederdeutschen Sprache. Ein abschließendes fünftes Kapitel informiert über Brinckmans Nachlass und die heute vorhandenen Stätten, die an den Schriftsteller erinnern.