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Reinhard Wilczek

    Deutschsprachige Gegenwartsliteratur seit 1989. Gattungen - Themen - Autoren
    Die Brille
    Von Sherlock Holmes bis Kemal Kayankaya
    Limbus Preziosen: Stefan Zweigs Reise ins Nichts
    Literatur in der Quarantäne
    Übungen der Einsamkeit
    • Literatur in der Quarantäne

      Essays

      • 88 pages
      • 4 hours of reading

      Die Essays von Reinhard Wilczek sind zwar in einer weltweiten Quarantäne geschrieben worden, sie wollen die Lesenden aber aus dieser Isolation gerade herausführen. Das Rezept für diesen Befreiungsakt liefert die Literatur: Sechs berühmte literarische Quarantäne-Opfer werden zum Gegenstand kurzweiliger, unterhaltsamer, überraschender, kritischer und auch humorvoller Reflexionen. Dabei führt Wilczek die ausgewählten literarischen Texte aus der Quarantäne akademischer Gelehrsamkeit in unsere chaotische Wirklichkeit: So trifft Stefan Zweigs Dr. B. aus der Schachnovelle auf Elisabeth Harmon aus der Netflix-Serie Das Damengambit, der Amokläufer aus der gleichnamigen Novelle Zweigs wird zum Phänotyp des radikalen Verlierers, die Männer in Heinrich von Kleists Novelle Die Marquise von O… mutieren zu Witzfiguren, Fontanes Effi Briest wird als ein Fall von Kindesmissbrauch enthüllt und Schnitzlers Maskerade in der Traumnovelle entlarvt die Maskierung als digitales Grundübel unserer Zeit …

      Literatur in der Quarantäne
    • Limbus Preziosen: Stefan Zweigs Reise ins Nichts

      Historische Miniatur

      • 110 pages
      • 4 hours of reading

      Nach acht Jahren im Exil, das ihn um die halbe Welt geführt hat, wählt Stefan Zweig – meistgelesener deutschsprachiger Autor seiner Zeit – am 22. Februar 1942 in Petrópolis, Brasilien, den Freitod. Auf dem Nachtkästchen finden Kriminalbeamte eine Flasche Wasser, ein Fläschchen Veronal, auf dem wohlgeordneten Schreibtisch neben frisch angespitzten Bleistiften seinen Abschiedsbrief. „Ich grüße alle meine Freunde“, steht da. „Mögen sie die Morgenröte noch sehen nach der langen Nacht! Ich, allzu Ungeduldiger, gehe ihnen voraus.“ Verfolgt, vereinsamt und völlig erschöpft fühlt Stefan Zweig sich nur noch in dieser letzten Entscheidung frei. Die Morgenröte ahnt er wohl, die Wende im Zweiten Weltkrieg, das nahende Ende der faschistischen Nacht erlebt er tragischerweise nicht mehr. Reinhard Wilczek beleuchtet die Gleichzeitigkeit von literarischem Welterfolg und unaufhaltbarem Untergang in Stefan Zweigs letzten beiden Lebensjahrzehnten und folgt den Spuren der Vorbereitung dieses verzweifelten finalen Aktes der Autonomie in Leben und Werk dieses großartigen Denkers und Autors.

      Limbus Preziosen: Stefan Zweigs Reise ins Nichts
    • Von Sherlock Holmes bis Kemal Kayankaya

      Kriminalromane im Deutschunterricht

      • 271 pages
      • 10 hours of reading

      Was macht den Krimi zum Unterrichtsgegenstand? Verfolgen Sie mit Reinhard Wilczek die aktuelle Diskussion um den kanonischen Wert des beliebtesten Genres der Unterhaltungsliteratur! Die vorgestellten Kriterien für geeignete Krimis für den Unterricht bieten Ihnen eine zuverlässige Hilfe, wenn es an die Auswahl der Spannungslektüre geht. Fünf Unterrichtsvorschläge schlagen einen Bogen vom viktorianischen Whodunnit zu den gesellschaftlich brisanten Themen der heutigen Zeit. Den Fallstudien folgend, können Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern mörderische und messerscharfe Romananalysen erleben. Die Modelle für literarische Bildung, die Sie leicht auch auf andere Romane übertragen können, beschäftigen sich mit den Werken: Arthur Conan Doyle: „Skandal in Böhmen“ Jack Orlando: „Videospiel“ Ingrid Noll: „Die Apothekerin“ Klaus Modick: „Das Grau der Karolinen“ Jakob Arjouni: „Ein Mann, ein Mord“ Auch wenn Sie gar nicht planen, demnächst einen Kriminalroman in Ihrem Unterricht zu verwenden, sondern nur aus persönlichem Vergnügen lesen – Sie werden Ihren nächsten „Krimi“ mit ganz anderen Augen und unter neuem Blickwinkel sehen.

      Von Sherlock Holmes bis Kemal Kayankaya
    • Die Brille

      Eine kleine Kulturgeschichte

      • 96 pages
      • 4 hours of reading

      Mit der Brille nimmt Reinhard Wilczek das vermutlich wirkungsmächtigste Werkzeug der Aufklärung in den Blick. Ein wahrhaft erstaunliches Ding, das die Menschheit klarer sehen lässt, mehr als ein Behelf für eine körperliche Beeinträchtigung. Man denke nur an Baruch de Spinoza, der als Linsenschleifer und Philosoph die Welt wie unter einer Lupe sezierte. Die Liste berühmter Brillenträger ist lang, ebenso jene berühmter Manufakturen, die ihr Handwerk über die Jahrhunderte verfeinert haben. In dem facettenreichen wie unterhaltsamen Essay verbinden sich Reflexionen und Alltagsminiaturen zu einer schillernden Wirkungsgeschichte jenes Accessoires, mit dem wir seit gut 750 Jahren versuchen, uns selbst und diese Welt zu durchschauen.

      Die Brille