Bild-Störung
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Günter Wallraff is a German author and journalist renowned for his striking journalistic research methods. His work often delves into the working conditions of lower classes and offers critiques of tabloid journalism. Wallraff employs a method of covertly adopting fictional identities to personally experience the lives of those he investigates. Through this immersive approach, he crafts books that expose social injustices and aim to offer readers fresh insights into the workings of society.







Mit »13 unerwünschte Reportagen« begründete Günter Wallraff Ende der 60er Jahre seinen Ruf als Autor kritischer Sozialreportagen. »Unter denen, die in der Bundesrepublik publizieren, nimmt Günter Wallraff mit seinen Reportagen eine Ausnahmestellung ein. ... Er dringt in die Situation, über die er schreiben möchte, ein, unterwirft sich ihr und teilt seine Erfahrungen und Ermittlungen in einer Sprache mit, die jede ›Überhöhung‹ vermeidet, sich nicht einmal des Jargons bedient, der ja als poetisch empfunden werden könnte. ... Betrachtet man seine Berichte genau, so wird in ihnen allen Herrschaft entlarvt.« Heinrich Böll
Erweiterte Neuausgabe mit einem aktuellen Nachwort von Georg Restle
Der Mann, der bei Bild Hans Esser war – Günter Wallraffs Bericht aus dem Inneren der Bildzeitung ist ein Meisterwerk des Investigativjournalismus, dessen Erkenntnisse bis heute Gültigkeit besitzen. »Der Aufmacher« wird sofort bei Erscheinen ein riesiger Bestseller. Wer das Buch heute liest, wird erschrecken, wie aktuell es ist: Alle Mechanismen des Populismus lassen sich hier besichtigen. »Mit seinen Enthüllungen hat Wallraff Mediengeschichte geschrieben – und Maßstäbe gesetzt in Sachen Investigation, Furchtlosigkeit, und Durchhaltevermögen.« Georg Restle, Monitor
Dieser Band versammelt wichtige Reportagen von Günter Wallraff; viele dieser Stücke gehören unterdessen zur klassischen Reportageliteratur. Wallraff über das Leben in der Kaserne, über Erfahrungen in Großbetrieben, als Reporter Hand Esser bei der BILD-Zeitung. Diese Reportagen vermitteln ein eindrucksvolles Bild davon, was ein engagierter einzelner - allerdings unter höchstem persönlichen Einsatz - im Dickicht unserer modernen Gesellschaft an Ungerechtigkeiten aufdecken, vereiteln und verändern kann.
Günter Wallraffs Erfahrungsbericht als Türke Ali wurde mit über 4 Millionen Auflagen und Übersetzungen in mehr als 30 Ländern zu einem sensationellen Erfolg und hatte eine "durchschlagende politische Wirkung" (Süddeutsche Zeitung). Elf Jahre nach seinem ersten Versuch, die Ausländerrolle zu erleben, schilderte Wallraff 1984 die bundesdeutsche Realität aus einer Perspektive, die den meisten Deutschen verborgen bleibt. Seine Erfahrungen erinnerten eher an das südafrikanische Apartheidsregime als an einen demokratischen Rechtsstaat. In seiner Rolle als Türke Ali Levent arbeitete er unter anderem bei McDonald's, auf einer Großbaustelle und als Versuchsperson in einem Medikamentenversuch. Dabei erlebte er, wie Türken als "der letzte Dreck" behandelt wurden, gebraucht als Billigarbeitskräfte für die dreckigsten und gefährlichsten Arbeiten. Trotz gesundheitlicher Schäden und Demütigungen erfuhr Wallraff auch positive Aspekte, wie die Solidarität und Freundschaft seiner Kollegen. Anders als in seiner Zeit bei der BILD-Redaktion, wo er sich verleugnen musste, blieb er in seiner Rolle ein Stück weit er selbst. Die Veröffentlichung seiner Erfahrungen in dem Buch Ganz unten (Oktober 1985) führte zu einem enormen Echo in Medien und Politik, was Druck auf Unternehmen und Politiker ausübte und zu Ermittlungen gegen illegale Leiharbeitsfirmen in Nordrhein-Westfalen führte.
Günter Wallraff hat sich über 30 Jahre hinweg in unterschiedlichste Rollen begeben, stets auf der Suche nach der Wahrheit und bereit, an seine Grenzen zu gehen. Unter dem Pseudonym Hans Esser deckte er die Praktiken der Bild-Zeitung auf, während er für Ganz unten als Türke Ali am Rande der Gesellschaft lebte. Er erlebte das Schicksal von Obdachlosen und ließ sich als simulierender Alkoholiker in die Psychiatrie einweisen. Wallraffs Arbeiten beweisen, dass Bücher bewegen können: Ganz unten erreichte über drei Millionen Auflagen und wurde in mehr als 30 Ländern übersetzt, was nicht nur einen sensationellen Erfolg darstellt, sondern auch eine bedeutende politische Wirkung entfaltete. Seine Reportagen beleuchten die verborgenen Seiten unserer Gesellschaft und decken Missstände schonungslos auf. Trotz unzähliger Prozesse, die gegen ihn angestrengt wurden, blieb Wallraff siegreich. Seine engagierten und aufklärerischen Texte sind bis heute unerreicht. Die Sammlung seiner besten Reportagen dokumentiert das Werk eines der herausragendsten Journalisten und Schriftsteller der Nachkriegsgeschichte.
Unser Faschismus nebenan - bk380; Rowohlt Verlag; Günter Wallraff & Eckart Spoo; pocket_book; 1982
Die BILD-Beschreibung wird fortgesetzt. Mit Zeitungs- und Bildreproduktionen
»Ein früher Michael Moore« Frankfurter RundschauDer Aufmacher, Günter Wallraffs Bestseller über seine Erlebnisse als Springer-Redakteur, war erst der Anfang.Jetzt enthüllt der Mann, der bei Bild Hans Esser war, die Struktur und journalistische Praxis eines Meinungskonzerns, dem weder Gesetz noch Moral Grenzen setzen. Wallraff entdeckte Protokolle über illegale Recherchiermethoden und unglaubliche Redaktionsbesprechungen. Er berichtet über die Opfer der Bild-Zeitung und läßt Zeugen zu Wort kommen, die über jahrelange Erfahrungen in diesem Blatt verfügen. Günter Wallraffs Berichte aus dem Inneren der Bild-Zeitung sind legendär: Der berühmte Alleingang als Hans Esser bei Bild, den er in seinem Bestseller Der Aufmacher beschrieb, ist ein Glanzstück des investigativen Journalismus. In Zeugen der Anklage legte er nach und enthüllte illegale Recherchiermethoden und unglaubliche Redaktionsbesprechungen bei Bild. Zuletzt resümierte Günter Wallraff seine Erfahrung mit dem Boulevardblatt in Ich – der andere unter der Überschrift 50 Jahre Bild – wirklich kein Grund zu feiern.
Günter Wallraffs Erfahrungsbericht als Türke Ali wurde mit über 4 Millionen deutschsprachigen Auflagen und Übersetzungen in mehr als 30 Ländern zu einem sensationellen Erfolg, der auch eine "durchschlagende politische Wirkung" entfaltete. Elf Jahre nach seinem ersten Versuch erlebte Wallraff 1984 die bundesdeutsche Realität aus einer Perspektive, die den meisten Deutschen verborgen blieb. Seine Erfahrungen erinnerten eher an das südafrikanische Apartheidsregime als an den demokratischen Rechtsstaat. In der Rolle des Türken Ali Levent arbeitete er unter anderem bei McDonald's, auf Baustellen und als Versuchskaninchen bei Medikamententests. Er erlebte, wie Türken als "der letzte Dreck" behandelt wurden, gebraucht als Billigarbeitskräfte für gefährliche und schmutzige Arbeiten. Trotz gesundheitlicher Schäden und Demütigungen fand Wallraff auch positive Aspekte: die Solidarität und Freundschaft seiner Kollegen. Anders als in seiner Zeit bei der BILD-Redaktion, wo er sich verleugnen musste, konnte er in seiner Rolle auch ein Stück seiner Identität bewahren. Die Veröffentlichung seiner Erfahrungen in dem Buch Ganz unten (Oktober 1985) erzeugte ein enormes Echo. Medien beschäftigten sich intensiv mit dem Thema Leiharbeit und setzten Politiker sowie Unternehmer unter Druck. In Nordrhein-Westfalen wurden zahlreiche illegale Leiharbeitsfirmen von der Staatsanwaltschaft untersucht, was zu gerichtlichen Verfahren führte.
Als Hilfsarbeiter heuert Günter Wallraff zwischen 1963 und 1965 in verschiedenen Großbetrieben an: am Fließband bei Ford in Köln, im Akkord bei Siemens in München oder als Reiniger in Sinter zwo auf der August-Thyssen-Hütte in Duisburg-Hamborn. Zwischen Förderbändern, gigantischen Kesseln und rotierenden Kühlern, in Dreck und tosendem Lärm lernt er die Härte der industriellen Arbeitswelt am eigenen Leib kennen. Günter Wallraff, geboren 1942 in Burscheid bei Köln. Zuerst Buchhändler, dann Journalist und Schriftsteller. Heute engagiert er sich vor allem in Ostdeutschland gegen Rechtsradikalismus und Rassismus. Zahlreiche weitere Veröffentlichungen
Bernt Engelmann und Günter Wallraff haben sich in diesem inzwischen berühmt gewordenen Buch zusammengetan, um die bundesdeutsche Gesellschaft vereint in die Zange zu nehmen. Aus verschiedenen Richtungen gehen sie ihr gemeinsames Ziel an: das Ausmaß des Widerspruchs zwischen der Anhäufung von Reichtum und Macht der wenigen und der Abhängigkeit und Ausnutzung der vielen aus unmittelbarer Anschauung durchsichtig zu machen. Die Welt der Milliardäre, für Millionen Leser in den Illustrierten verklärt, rückt hier nah und zeigt ihren weniger glänzenden Hintergrund. Engelmann war zu Besuch bei der Prominenz. Aus seinen Beobachtungen ergibt sich beiläufig die Geschichte des westdeutschen Nachkriegskapitals, die fast immer ein Beleg ist für die Wahrheit des Leitspruchs »Unrecht Gut gedeihe gut.«Wallraff war bei denen »da unten«, als Arbeiter, Vertreter, Bote, Portier oder Lakaien-Mönch. Er hat sich dabei den oft brutalen, oft verschrobenen Arbeitsbedingungen ausgesetzt. In seinen Berichten enthüllt sich die Pathologie der Reichen und vor allem die Realität, dass Geld, in Milliardenbeträgen in den Händen einzelner konzentriert, umschlägt in eine weit verzweigte politische Macht, der in unserer Gesellschaft kein Gesetz beizukommen vermag.
N.-A. Mit Anhang: Verbotene Aufrüstung ; Giftgas für die Bundeswehr.
70. Geburtstag von Günter Wallraff am 1. Oktober 2012 Dieses Buch schrieb Presse- und Verlagsgeschichte. Und es war bis heute nur in einer zensierten Version zu lesen. Günter Wallraffs legendärer Bericht aus dem Innern der Bild-Zeitung, 1977 zum ersten Mal erschienen, schlug wie eine Bombe ein. Wallraff beschreibt darin, was er als Bild-Reporter Hans Esser erlebte. Und der Springer-Konzern schlug zurück, setzte Spitzel und Detektive auf ihn an, verleumdete Wallraff als "Lügner", "Psychopathen" und "Untergrundkommunisten" – und klagte in mehr als einem Dutzend Verfahren gegen den "Aufmacher". Obwohl Bundesgerichtshof und Bundesverfassungsgericht Wallraff am Ende in entscheidenden Punkten recht gaben, blieben viele Passagen in dem Buch verboten. Erstmals ist Günter Wallraffs Glanzstück des investigativen Journalismus nun wieder unzensiert zu lesen.
In der Rolle eines Waffen-Unterhändlers kam Wallraff am 25. März 1976 in Düsseldorf mit dem früheren portugiesischen Staatspräsidenten General Spínola zusammen, dessen Gefolgsleute er während eines dreimonatigen Portugal-Aufenthaltes kennen gelernt hatte. Bevor Spínola seinen Putschplan in die Tat umsetzen konnte, machte Wallraff die Details darüber am 7. April auf einer Pressekonferenz in Bonn publik. Während die Medien im europäischen Ausland sehr ausführlich darüber berichteten, nahmen sich in der Bundesrepublik Deutschland lediglich das ARD-Magazin Panorama, der Stern sowie die auflagenschwachen Blätter antifaschistischer Ausrichtung des Themas an. Wallraff, der zu dieser Zeit vom Bundesnachrichtendienst überwacht wurde, und Hella Schlumberger schrieben darüber das Buch Aufdeckung einer Verschwörung. Die Spínola-Aktion.
Das Team Wallraff beleuchtet die anhaltende Ausbeutung in der modernen Arbeitswelt, die sich in neuen Formen wie Werkverträgen, Zeitarbeit und Franchising zeigt. Diese Arbeitsmodelle führen nicht nur am Rand der Gesellschaft zu Unsicherheit und Armut, sondern auch in etablierten Unternehmen wie Mercedes oder in der IT-Branche. Der Kampf um Menschenwürde in der Arbeitswelt scheint rückgängig gemacht zu werden, während prekäre Arbeitsverhältnisse, die an die Bedingungen der „Dritten Welt“ erinnern, zunehmen. Die Logistikbranche und der Internethandel tragen zur Verschärfung dieses Systems bei, indem sie Arbeitsverhältnisse ohne Halt und Perspektive fördern. Im Fokus stehen Geschichten aus der Altenpflege, dem Lebensmittelverkauf und der Scheinselbständigkeit in großen Konzernen. Zudem werden kritische Fragen an die Politik und das Rechtssystem aufgeworfen, die es ermöglichen, dass massenhafte Rechtsbrüche geduldet werden und die Würde im Arbeitsleben untergraben wird. Der Widerstand gegen diese moderne Form der Feudalherrschaft kommt oft von den Betroffenen selbst. Das Buch, herausgegeben von Günter Wallraff, dokumentiert diese Realität und die Interventionen des Projekts work-watch.de, das sich mit den neuen Arbeitsrealitäten auseinandersetzt.
Keuze uit eerder gepubliceerde reportages over sociale wantoestanden in de Duitse industrie, berustend op schr.ʹs persoonlijke ervaringen en onderzoekingen.
Ein Versäumnis wurde für Günter Wallraff zum Schlüsselerlebnis, das alle seine weiteren Arbeiten bestimmte. 1963 hatte er seinen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung zu spät eingereicht. Er mußte, obgleich er keine Waffe in die Hand nahm, als »Schütze« dienen. Dabei lernte er die inhumanen Absurditäten des Drills und die Pathologien der militärischen Moral hautnah kennen. Trotz Schikanen und »Bearbeitungen« blieb er bei seiner Verweigerung und wurde bestraft. Sein Antrag auf Kriegsdienstverweigerung wurde abgelehnt, und er selbst fand sich kurz darauf in der neurologisch-psychiatrischen Abteilung eines Bundeswehrlazaretts wieder. Während dieser ganzen Zeit hat Günter Wallraff ein Tagebuch geführt, das schon alle unverwechselbaren Züge seiner Reportagen verrät: Witz, Genauigkeit, Scharfsinn und Mut. Heinrich Böll ermutigte ihn, das Tagebuch zu veröffentlichen, und schrieb nach dem Erscheinen den bekannten Brief an Günter Wallraff, der den Titel Brief an einen jungen Nichtkatholiken hat. Er wurde ebenso in das Buch aufgenommen wie der aktuelle Beitrag von Flotillenadmiral Elmar Schmähling zur augenblicklichen Legitimationskrise der Bundeswehr und das Gespräch zwischen Günter Wallraff und Jürgen Fuchs über ihre verschiedenen und doch so gleichen Erfahrungen als Soldaten in den jeweiligen Feindlagern Ost und West. Mein Tagebuch aus der Bundeswehr erscheint, um zahlreiche Texte erweitert, zum ersten Mal als Einzelausgabe.
Günter Wallraff ist wieder undercover unterwegs und deckt Missstände in Deutschland auf. Sein früherer Erfolg mit „Ganz unten“, über den menschenverachtenden Handel mit Leiharbeitern, bleibt unübertroffen. Wallraff, ein Vorbild für junge Journalisten, hat sich nicht zur Ruhe gesetzt. Unter dem Pseudonym „Michael G.“ recherchierte er in Callcentern und erntete großes Echo auf seine Reportage, die viele Callcenter-Mitarbeiter dazu brachte, ihre Erfahrungen zu teilen. Anschließend arbeitete er als Niedriglöhner in einer Fabrik, die für Lidl Brötchen backt, und erlitt dabei mehrere Brandverletzungen. In einer Fernsehsendung forderte er den Lidl-Aufsichtsratschef Klaus Gehrig heraus, zwei Tage unter denselben Bedingungen zu arbeiten, was dieser ablehnte. Zudem erlebte Wallraff 2008/2009 das Leben von Obdachlosen hautnah, indem er in Obdachlosenheimen lebte und die kältesten Wintertage auf der Straße verbrachte. In diesem Buch dokumentiert er umfassend die Ergebnisse seiner neuen Recherchen, die auch nach den Presseveröffentlichungen weitergehen. Sein Fazit: In einem reichen Land leben immer mehr Menschen „ganz unten“, was die Gesellschaft zu zerreißen droht.
Aktuelle Neuausgabe mit Vorwort von Robert Jungk und zahlreichen Abbildungen.
Günter Wallraff setzte mit der von ihm entwickelten Methode der Undercover-Ermittlung Maßstäbe im investigativen Journalismus und in der Dokumentarliteratur. Er versteht seine Aufklärungsarbeit als Gegenwehr, die die Benachteiligung von den Schwächsten der Gesellschaft – etwa Obdachlosen, Ausgebeuteten, Rassismusopfern oder politisch Verfolgten – öffentlich macht, um deren Verhältnisse zu verbessern. Mit zahlreichen seiner Reportagen und Bestseller ist ihm dies immer wieder gelungen. Dieser Band umfasst eine Auswahl aus dem Gesamtwerk von 1963 bis heute, darunter auch Auszüge aus seinen bekanntesten Büchern »Der Aufmacher« und »Ganz unten«. Mit Nachworten von Volker Weidermann und Cem Özdemir.
Erweiterte Neuausgabe mit einem aktuellen Nachwort von Mely Kiyak
Mit einer deutschsprachigen Auflage von über fünf Millionen Exemplaren und Übersetzungen in fast 40 Ländern ist »Ganz unten« einer der sensationellsten Bucherfolge des Landes und entwickelte eine durchschlagende politische Wirkung. Die Erfahrungen, die Günter Wallraff in seiner Rolle als Ali Levent macht, bei McDonald’s, als Leiharbeiter auf einer Großbaustelle, als Versuchskaninchen bei Medikamentenversuchen, führten der deutschen Mehrheitsgesellschaft drastisch vor Augen, wie »Gastarbeiter« für dreckigste und gefährlichste Arbeiten ausgebeutet wurden. »Ganz unten« wurde zu einem der wichtigsten Bücher der Nachkriegsliteratur.
Band wat verkleurd / Discolouration / / Biographies and Autobiographies / Duits / German / Allemand / Deutsch / paperback / 10 x 18 cm / 319 .pp /
Reportage aus der bundesrepublikanischen Arbeitswelt. Sie werden ergänzt durch ein "Protokoll aus der Bundeswehr", in dem Wehrdienstverweigerer Wallraff schildert, wie man mit seinesgleichen beim Barras unter Mißachtung des Grundgesetzes umspringt", schreibt die Frankfurter Rundschau, "sowie durch die wohl bestürzenste, seiner unerwünschten Reportagen, in der katholische Geistliche und Moraltheologen einem Napalmfabrikanten Gewissensbisse ausreden.
Im Januar 2007 sorgte das Zimmermädchen Antonia H. bundesweit für Schlagzeilen: 2,46 Euro brutto die Stunde hatte sie als Angestellte einer Reinigungsfi rma in einem Hamburger Luxushotel verdient. Weitere Recherchen aus allerjüngster Zeit förderten zutage, dass sich daran so gut wie nichts geändert hat: Dumpinglöhne in Hotels sind keine Seltenheit. Und das trifft auch für viele andere Bereiche zu. In den 'Dumpinglohnmeldern' der Gewerkschaften ver. di und NGG berichten immer mehr Menschen von ihren Erfahrungen. Ihre Geschichten zeigen ein authentisches Bild vom Alltag von 'Niedriglöhnern' und 'Aufstockern' und ihren prekären Arbeitsverhältnissen. Diese Geschichten aus den Bereichen Spedition, Handel, Pflege, Friseure, Sicherheit, Callcenter, Schlachthöfe, Bäckereien, Gastgewerbe u. a. wurden von dem Journalisten Ulrich Jonas aufbereitet und werden hier einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Sie zeigen, dass Dumpinglöhne kein abstraktes Thema, sondern Realität in Deutschland sind. Neben den Reportagen enthält das Buch Analysen und Argumente, die zusätzlich die Notwendigkeit unterstreichen, auch in diesem Land schnellstmöglich existenzsichernde Mindestlöhne einzuführen.
Die Frage, wie wir in Zukunft arbeiten werden, beschäftigt wohl jeden, der Arbeit nicht nur als Broterwerb begreift. Arbeit dient längst nicht mehr nur dem Lebensunterhalt, sie ist auch Teil der eigenen Identität. Arbeit soll sich wieder lohnen, Erfüllung bieten und den eigenen Wohlstand ebenso wie den des Landes mehren – ein hoher Anspruch, allzu selten eingelöst. Prekäre und entwürdigende Arbeitsverhältnisse sind auch in Deutschland keine Seltenheit. Das digitale Zeitalter verändert die Arbeitswelt radikal, schafft neue Freiheiten ebenso wie neue Zwänge: Burnout ist auch die Krankheit einer Gesellschaft, in der immer alles möglich sein muss. Sven Rahner wagt mit 18 Gesprächspartnern einen Blick in die Zukunft der Arbeit. Er hat die Architekten einer neuen Arbeitswelt getroffen, die beobachten, planen und gestalten, wie sich unsere Arbeit verändern wird: Vordenker aus dem In- und Ausland – wie Richard Sennett, Mercedes Bunz und Matthias Horx –, Praktiker – wie Thomas Sattelberger, Henning Kagermann und Detlef Wetzel – sowie Spitzenpolitiker aller Parteien stellen ihre Entwürfe der neuen Arbeitswelt vor. Der Wettbewerb um die besten Ideen ist eröffnet!
Een journalist doet verslag van zijn ervaringen gedurende de twee jaar dat hij, vermomd als Turkse gastarbeider, in West-Duitsland werkte.
Kniha je o životě Turků v Německu po druhé světové válce. Sám autor, Günter Wallraff, chtěl zazít, jak se žije Turkům v Německu. Před jeho rolí musel projít důkladným lékařským vyšetřením, protože se s cizinci nezacházelo dobře, ale o tom později. Aby se stal důvěryhodným Turkem, tak mluvil lámanou němčinou a propůjčil si jméno Leventa "Aliho" Sigirlioğlua (dále jen Ali). Tímto se přidal k menšině a ocitl se "až na dně".
Známý pokrokový západoněmecký reportér odhaluje podvody v západoněmecké politice i ekonomice, poměry ve vězeních řeckého fašistického režimu atd.