Die Monografie beleuchtet das Leben und Werk der wenig bekannten Künstlerin Mary Warburg, die als Zeichnerin, Grafikerin und Bildhauerin bedeutende Beiträge zur Kunst geleistet hat. Sie wird als Teil der oft übersehenen Künstlerinnen dargestellt, deren Leistungen in der Kunstgeschichte nicht ausreichend gewürdigt wurden. Neben biografischen Dokumenten werden zahlreiche Aufsätze und ein kommentiertes Werkverzeichnis präsentiert, die ihr Schaffen und ihren Einfluss, insbesondere im Schatten ihres Ehemannes Aby Warburg, eindrucksvoll dokumentieren.
Bärbel Hedinger Books






Angefangen mit prachtvollen Tages- und Abendkleidern über sportive Reitkostüme, seidene Hüte und bunte Kaschmirshawls bis zur geheimnisvollen Kinnbinde und kostbaren Schmuckstücken aus dem Besitz der Königin entwirft das Katalogbuch ein Modepanorama der Zeit. Erstmals ausgewertete Quellen, darunter das Mitgift- und das Nachlaßinventar Luises, legen Zeugnis ihrer großen Leidenschaft für die Mode ab. Sei es über Vermittler in Paris oder dank der Lektüre internationaler Modejournale – die preußische Herrscherin war bestens über die aktuellen Modetrends informiert und hatte eine beachtliche, reich gefüllte Schatulle zur Verfügung, aus der Lieferanten und Schneider, Hut-, Schuh- und Handschuhmacher, Seiden- und Fächerfabrikanten, kurzum der Kleiderluxus auf hohem Niveau finanziert wurde. Mit Kleiderschenkungen von ungeheurem Wert, seien es Zobelpelze des russischen Zaren oder ein pompöses in Stahl gesticktes Ballkleid als Geschenk Napoleons, wurde darüber hinaus Diplomatie betrieben und Politik gemacht. Das Buch widmet sich der Mode als einem flüchtigen Phänomen, das gerade dadurch einen hervorragenden historischen Zeitmesser darstellt. An der Mode läßt sich der Wandel des Geschmacks ablesen und über diesen der Geist einer Epoche bestimmen. Entfaltet wird ein glanzvolles Mode-Spektrum des Zeitalters, in dem sich Klassizismus und Empire ein Stelldichein geben.