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Im Jahr 1975 erweckte M. G. Buthelezi die Inkatha, die schnell zum Hoffnungsträger konservativer Politiker in Europa und den USA sowie der südafrikanischen Wirtschaft wurde. In Europa galt sie als Symbol für gewaltlosen, demokratischen Wandel in Südafrika. Gleichzeitig wurde die Inkatha jedoch vielfach kritisiert, unter anderem wegen ihrer Zusammenarbeit mit dem Apartheidregime, ihrer Untergrabung des Widerstands gegen die Apartheid und ihrer Rolle in einem quasi-Bürgerkrieg zwischen ihren Anhängern und denen des African National Congress. Ursprünglich als kulturelle Vereinigung gegründet, entwickelte sie sich in den 1980er und 1990er Jahren zur wichtigsten Partnerin der bundesdeutschen Entwicklungszusammenarbeit in Südafrika. Diese Publikation untersucht die unterschiedlichen Bewertungen der Inkatha in Südafrika und der BRD durch eine Diskursanalyse deutscher Tages- und Wochenzeitungen. Dabei wird aufgezeigt, welche Positionen und Kritikpunkte in der BRD bekannt waren und in welchem Umfang die Inkatha über die Konrad-Adenauer-Stiftung mit Steuergeldern gefördert wurde. Zudem wird die Selbstdarstellung der Konrad-Adenauer-Stiftung hinsichtlich ihrer Entwicklungszusammenarbeit und ihr Umgang mit Kritik analysiert, wobei auch alternative Motive hinter der Zusammenarbeit, wie die Stärkung der Inkatha als kapitalistischen Gegenpol zum African National Congress, in den Blick genommen werden.
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Bundesregierung, Konrad-Adenauer-Stiftung und Inkatha 1985-94, Aljoscha Tillmanns
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- 2016
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