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Ein wackliger Waffenstillstand 1994 beendete vorläufig den Bürgerkrieg in Nordirland, der seit 1969 von Gewalt geprägt war. Ein zentraler Akteur in diesem Konflikt ist die Irish Republican Army (IRA), die katholische Gruppierung, die mit Terror gegen die protestantische, England nahestehende Bevölkerung kämpfte und die Loslösung Nordirlands von Großbritannien anstrebte. In den letzten Jahren wandte sich die IRA-Führung vom bewaffneten Kampf ab. Peter Neumann beleuchtet die Geschichte der IRA bis zu den Friedensgesprächen 1998 und widmet fast ein Viertel seines Buches der Zeit zwischen 1798 und 1969, die für das Verständnis der IRA-Ideologie entscheidend ist. Er zeigt die Komplexität des Konflikts, der von jahrzehntelang verhärteten Fronten geprägt war. Nach Tausenden von Toten breitet sich eine Ernüchterung aus, die Chancen auf echten Frieden eröffnet, jedoch wird es selbst mit Zustimmung der IRA schwierig, diesen Frieden durchzusetzen. Neumann wird für seine ausgewogene Darstellung gelobt, die emotionale Ereignisse wie den Bloody Sunday 1972 berücksichtigt, ohne einseitige Verurteilungen vorzunehmen. Sein Werk bietet einen fundierten Einstieg in eine nach wie vor relevante Problematik, die durch weitere englischsprachige Literatur vertieft werden kann.
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IRA: langer Weg zum Frieden, Peter R. Neumann
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- 1999
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- (Paperback)
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