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Die „Gottbegnadeten-Liste“ wurde im August 1944 von Adolf Hitler und Joseph Goebbels erstellt und umfasst 378 Künstler, darunter 114 Bildhauer und Maler. Diese umfassende Publikation untersucht die Übergänge zwischen der Kunst des Nationalsozialismus und den Nachkriegsjahren. Bisher wurden die Karrieren renommierter NS-Künstler und die damit verbundenen Fragen nach personellen Kontinuitäten in akademischen und städtischen Milieus, stilistischen Anpassungen sowie inhaltlichen Traditionen in der Kunstgeschichtsschreibung und öffentlichen Diskussion kaum beachtet. Dennoch blieben viele dieser Künstler nach 1945 aktiv und konnten durch bestehende Netzwerke regelmäßig Werke in Sammlungen, Ausstellungen und öffentlichen Räumen präsentieren, wie Hermann Kaspar, Willy Meller, Werner Peiner und Arno Breker. Die kritische Analyse dieses Themas erweitert den kulturhistorischen Blick auf die 1950er bis 1970er Jahre. Vor dem Hintergrund der Widersprüchlichkeit der bildenden Kunst in der Bundesrepublik Deutschland, die auch durch die unterschiedlichen Bezüge zur NS-Kunst geprägt ist, wird das Bild eines radikalen ästhetischen Neuanfangs nach 1945 in Frage gestellt.
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Die Liste der \"Gottbegnadeten\", Raphael Gross
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