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Unter dem Gesichtspunkt eines klassischen Kosten-Nutzen-Kalküls scheint es für Arbeitgeber wenig profitabel, Arbeitskräfte mit Leistungseinschränkungen zu beschäftigen. Dennoch tun sie es. Die Studie untersucht die Entwicklung der Arbeitsintegration von Menschen mit Behinderung in der Schweiz seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, insbesondere das Verhältnis zwischen Invalidenversicherung und Arbeitgeber. Sie bietet Einblicke in die Geschichte der beruflichen Eingliederung aus wohlfahrts-, wirtschafts- und unternehmenshistorischer Perspektive. Während die Forschung zur Arbeitsintegration oft den Sozialstaat und die Betroffenen in den Fokus rückt, bleibt die Rolle der Arbeitgeber häufig unberücksichtigt. Diese Studie schließt diese Forschungslücke und analysiert die Eingliederung auf zwei Ebenen: Zum einen werden die Debatten um die Eingliederungspolitik der Invalidenversicherung (IV) und die Aushandlungsprozesse zwischen der IV und Arbeitgeberorganisationen beleuchtet. Zum anderen werden die Haltungen und Praktiken einzelner Unternehmen betrachtet. Die Ökonomie der Konventionen dient als theoretischer Rahmen. Welche Kalküle führen Arbeitgeber dazu, Arbeitskräfte mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit zu beschäftigen, und welche Rechtfertigungsmuster nutzte die IV, um Menschen mit Behinderung als wertvolle Transaktionsobjekte an Unternehmen zu vermitteln?
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Beeinträchtigte Arbeitskraft, Alan Canonica
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