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Der Schatz

Eine böhmische Familiengeschichte

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  • 320 pages
  • 12 hours of reading

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Im April 1945, die Rote Armee hat längst die Oder überschritten, vergräbt Otto Ther eine Schatzkiste. Mit einem Diamantkreuz, Schmuck und frisch poliertem Silberbesteck. Die Preziosen sollen am Fuß des Riesengebirges überdauern, bis die Familie zurückkehren kann in den Ort, der auf Deutsch Hohenelbe heißt und auf Tschechisch Vrchlabí. Wie Millionen Deutsche müssen die Thers fliehen, unterwegs werden sie zerstreut. Otto stirbt in einem bayerischen Flüchtlingslager. Offiziell an einer Rippenfellentzündung, in Wirklichkeit an Verzweiflung. Nach dem Mauerfall macht sich Philipp Ther, Ottos Enkel, mit seinem Vater immer wieder auf in die verlorene Heimat im Norden Tschechiens. Sie durchstreifen den Ort und die sanfte Hügellandschaft. Die legendäre Truhe finden sie nicht, dafür bekommen sie im örtlichen Museum drei Kisten voller Fotos und Dokumente überreicht, die sich als Schatz für den Historiker erweisen: Er kann die Verstrickung der Familie in den Aufstieg der Sudetendeutschen Partei und des Nationalsozialismus rekonstruieren, das Schicksal der jüdischen Mieter, die Traumata des Vaters, der mit sechzehn gleich zweimal zum Volkssturm musste. Daraus entsteht nicht nur ein realhistorischer Familienroman, sondern zugleich ein Porträt einer europäischen Region, die lange im Schatten des Eisernen Vorhangs lag.

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Der Schatz, Philipp Ther

Language
Released
2026
Binding
(Hardcover)
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Title
Der Schatz
Subtitle
Eine böhmische Familiengeschichte
Language
German
Publisher
Suhrkamp
Released
2026
Format
Hardcover
Pages
320
ISBN13
9783518433249
Series
Description
Im April 1945, die Rote Armee hat längst die Oder überschritten, vergräbt Otto Ther eine Schatzkiste. Mit einem Diamantkreuz, Schmuck und frisch poliertem Silberbesteck. Die Preziosen sollen am Fuß des Riesengebirges überdauern, bis die Familie zurückkehren kann in den Ort, der auf Deutsch Hohenelbe heißt und auf Tschechisch Vrchlabí. Wie Millionen Deutsche müssen die Thers fliehen, unterwegs werden sie zerstreut. Otto stirbt in einem bayerischen Flüchtlingslager. Offiziell an einer Rippenfellentzündung, in Wirklichkeit an Verzweiflung. Nach dem Mauerfall macht sich Philipp Ther, Ottos Enkel, mit seinem Vater immer wieder auf in die verlorene Heimat im Norden Tschechiens. Sie durchstreifen den Ort und die sanfte Hügellandschaft. Die legendäre Truhe finden sie nicht, dafür bekommen sie im örtlichen Museum drei Kisten voller Fotos und Dokumente überreicht, die sich als Schatz für den Historiker erweisen: Er kann die Verstrickung der Familie in den Aufstieg der Sudetendeutschen Partei und des Nationalsozialismus rekonstruieren, das Schicksal der jüdischen Mieter, die Traumata des Vaters, der mit sechzehn gleich zweimal zum Volkssturm musste. Daraus entsteht nicht nur ein realhistorischer Familienroman, sondern zugleich ein Porträt einer europäischen Region, die lange im Schatten des Eisernen Vorhangs lag.