Explore the latest books of this year!
Bookbot

Sex-Sklaverei

Zwei Essays

More about the book

Im September 1901 erschoss ein Anarchist den US-Präsidenten William McKinley. Der Senator Joseph R. Hawley setzte sofort ein Kopfgeld auf jeden zu tötenden Anarchisten aus. Da meldete sich eine rhetorisch eminente, hochsensible, furchtlose idealistische Anarchistin zu Wort – Voltairine de Cleyre. Sie schrieb Hawley: »Mich dürfen Sie jederzeit umbringen. Ich werde genau in der Distanz vor Ihnen stehen, die Sie wollen. Dann dürfen Sie vor Zeugen schießen. Klingt das nicht wie ein Schnäppchen?« Nahezu ausradiert ist im öffentlichen, die ambivalenten Feinheiten der Geschichte ausblendenden Politikdiskurs der USA der Anarchismus. De Cleyres’ politisches Konzept war aber nicht die brutale Gewalt der russischen Anarchisten, deren Blutdurst in Nihilismus kippte. 160 Jahre nach der Geburt Voltairine de Cleyres, die Armut erlebte und Qualen in katholischen Klosterschulen, die emotional nie wirklich stabilen Halt finden durfte, also de Cleyre in einem Jahr zu entdecken, in dem der Wille von dreizehn nordamerikanischen Kolonien, sich von Bevormundung, Ausbeutung und Despotie zu befreien, zum 250. Mal jährt, diese Verfechterin der Gleichberechtigung und radikaler Freiheit heute zu lesen –heißt staunen. Staunen, wie klar sie um 1900 die Lage der Frauen sah und wie zeitlos ihre Gesellschaftsanalysen geblieben sind.

Book purchase

Sex-Sklaverei, Voltairine De Cleyre

Language
Released
2026
Binding
(Hardcover)
We’ll email you as soon as we track it down.

Payment methods

No one has rated yet.Add rating

Title
Sex-Sklaverei
Subtitle
Zwei Essays
Language
German
Publisher
Limbus Verlag
Released
2026
Format
Hardcover
Pages
96
ISBN13
9783990392959
Series
Description
Im September 1901 erschoss ein Anarchist den US-Präsidenten William McKinley. Der Senator Joseph R. Hawley setzte sofort ein Kopfgeld auf jeden zu tötenden Anarchisten aus. Da meldete sich eine rhetorisch eminente, hochsensible, furchtlose idealistische Anarchistin zu Wort – Voltairine de Cleyre. Sie schrieb Hawley: »Mich dürfen Sie jederzeit umbringen. Ich werde genau in der Distanz vor Ihnen stehen, die Sie wollen. Dann dürfen Sie vor Zeugen schießen. Klingt das nicht wie ein Schnäppchen?« Nahezu ausradiert ist im öffentlichen, die ambivalenten Feinheiten der Geschichte ausblendenden Politikdiskurs der USA der Anarchismus. De Cleyres’ politisches Konzept war aber nicht die brutale Gewalt der russischen Anarchisten, deren Blutdurst in Nihilismus kippte. 160 Jahre nach der Geburt Voltairine de Cleyres, die Armut erlebte und Qualen in katholischen Klosterschulen, die emotional nie wirklich stabilen Halt finden durfte, also de Cleyre in einem Jahr zu entdecken, in dem der Wille von dreizehn nordamerikanischen Kolonien, sich von Bevormundung, Ausbeutung und Despotie zu befreien, zum 250. Mal jährt, diese Verfechterin der Gleichberechtigung und radikaler Freiheit heute zu lesen –heißt staunen. Staunen, wie klar sie um 1900 die Lage der Frauen sah und wie zeitlos ihre Gesellschaftsanalysen geblieben sind.