Explore the latest books of this year!
Bookbot

Blinde Flecken des Westens

Medien, Moral und ein missverstandener Konflikt

More about the book

Als am 17. Oktober 2023 eine Bombe auf dem Gelände des Al-Ahli-Hospitals in Gaza explodierte, machten Medien weltweit Israel verantwortlich – zu Unrecht, wie sich später herausstellte. Auch als erste Stimmen dem jüdischen Staat einen Genozid an den Palästinensern vorwarfen, übernahmen zahlreiche Zeitungen und Sender das Narrativ bereitwillig. Ausgewählte Experten bestätigten diese Sichtweise. Gegenpositionen tauchten kaum auf. Meinungen wurden zu Fakten. Wie entstehen Deutungen von Krieg – besonders im Nahen Osten? Warum setzen sich bestimmte Erzählungen so schnell durch? Und was geschieht, wenn Journalisten Komplexität nicht mehr abbilden, sondern sich anhand vermeintlich moralischer Kriterien entscheiden, was sie berichten und worüber sie schweigen? Rudolf Augsteins Maxime „Sagen, was ist“ scheint vielerorts durch „Zeigen, was wir fühlen“ ersetzt worden zu sein. Anhand prägnanter Fallbeispiele untersucht Gunda Trepp die Mechanismen moderner Berichterstattung. Sie zeigt, wie politische Erwartungen, digitale Empörungsdynamiken und ein zunehmend aktivistisches Selbstverständnis vieler Medienakteure die Wahrnehmung prägen – und wie dabei die Grenzen zwischen Journalismus, Ideologie und Aktivismus verschwimmen. Unaufgeregt beschreibt sie den dadurch entstehenden Vertrauensverlust. Und warum Demokratien gerade jetzt unabhängigen, glaubwürdigen Journalismus brauchen.

Book purchase

Blinde Flecken des Westens, Gunda Wöbken-Ekert

Language
Released
2026
Binding
(Paperback)
We’ll email you as soon as we track it down.

Payment methods

No one has rated yet.Add rating

Title
Blinde Flecken des Westens
Subtitle
Medien, Moral und ein missverstandener Konflikt
Language
German
Format
Paperback
Pages
180
ISBN13
9783955657895
Series
Description
Als am 17. Oktober 2023 eine Bombe auf dem Gelände des Al-Ahli-Hospitals in Gaza explodierte, machten Medien weltweit Israel verantwortlich – zu Unrecht, wie sich später herausstellte. Auch als erste Stimmen dem jüdischen Staat einen Genozid an den Palästinensern vorwarfen, übernahmen zahlreiche Zeitungen und Sender das Narrativ bereitwillig. Ausgewählte Experten bestätigten diese Sichtweise. Gegenpositionen tauchten kaum auf. Meinungen wurden zu Fakten. Wie entstehen Deutungen von Krieg – besonders im Nahen Osten? Warum setzen sich bestimmte Erzählungen so schnell durch? Und was geschieht, wenn Journalisten Komplexität nicht mehr abbilden, sondern sich anhand vermeintlich moralischer Kriterien entscheiden, was sie berichten und worüber sie schweigen? Rudolf Augsteins Maxime „Sagen, was ist“ scheint vielerorts durch „Zeigen, was wir fühlen“ ersetzt worden zu sein. Anhand prägnanter Fallbeispiele untersucht Gunda Trepp die Mechanismen moderner Berichterstattung. Sie zeigt, wie politische Erwartungen, digitale Empörungsdynamiken und ein zunehmend aktivistisches Selbstverständnis vieler Medienakteure die Wahrnehmung prägen – und wie dabei die Grenzen zwischen Journalismus, Ideologie und Aktivismus verschwimmen. Unaufgeregt beschreibt sie den dadurch entstehenden Vertrauensverlust. Und warum Demokratien gerade jetzt unabhängigen, glaubwürdigen Journalismus brauchen.