More about the book
Der Ausgang des Ersten Weltkriegs führte nicht nur zum Auseinanderbrechen der Habsburgermonarchie, sondern auch zu einer tiefgreifenden Krise der Evangelischen Kirchen. Viele Evangelische in Österreich empfanden das Ende des Vielvölkerstaates als Katastrophe, während andere die Chance auf einen Neubeginn sahen. Sie hofften, aus der Randlage der Habsburgermonarchie herauszutreten und ein integraler Bestandteil der österreichischen Gesellschaft zu werden. Dieser Transformationsprozess führte zu heftigen innerkirchlichen Kontroversen und offenen Fragen: Wie sollte die Zukunft der obersten Kirchenbehörde, des k.k. Oberkirchenrates, aussehen? Sollte sie sich wie andere k.(u.)k. Behörden auflösen? Wäre eine Vereinigung der lutherischen (A. B.) und reformierten (H. B.) Kirchen sinnvoll? Und entscheidend war die Frage, wie der Demokratisierungsprozess innerhalb der Evangelischen Kirchen gestaltet werden sollte. Viele Entwicklungen innerhalb der Kirchen verliefen parallel zu den politischen Veränderungen. Trotz eines weitgehenden kircheninternen Konsenses zeigte die Politik jedoch wenig Interesse an einer Annäherung an die Evangelische Kirche. Dies führte zur Marginalisierung und letztlich zu einer weitgehenden Desintegration der Evangelischen in Österreich.
Book purchase
Deutungen eines Zusammenbruchs, Karl-Reinhart Trauner
- Language
- Released
- 2020
- product-detail.submit-box.info.binding
- (Paperback),
- Book condition
- Good
- Price
- €23.49
Payment methods
No one has rated yet.
- Title
- Deutungen eines Zusammenbruchs
- Subtitle
- Das Ende der Monarchie und die Evangelischen in Österreich
- Language
- German
- Authors
- Karl-Reinhart Trauner
- Publisher
- BE
- Released
- 2020
- Format
- Paperback
- ISBN10
- 6158016454
- ISBN13
- 9786158016452
- Series
- Tags
- Non-Fiction, Social Sciences, Historical Themes, Political Science & Politics, Religious Topics, Other History
- Description
- Der Ausgang des Ersten Weltkriegs führte nicht nur zum Auseinanderbrechen der Habsburgermonarchie, sondern auch zu einer tiefgreifenden Krise der Evangelischen Kirchen. Viele Evangelische in Österreich empfanden das Ende des Vielvölkerstaates als Katastrophe, während andere die Chance auf einen Neubeginn sahen. Sie hofften, aus der Randlage der Habsburgermonarchie herauszutreten und ein integraler Bestandteil der österreichischen Gesellschaft zu werden. Dieser Transformationsprozess führte zu heftigen innerkirchlichen Kontroversen und offenen Fragen: Wie sollte die Zukunft der obersten Kirchenbehörde, des k.k. Oberkirchenrates, aussehen? Sollte sie sich wie andere k.(u.)k. Behörden auflösen? Wäre eine Vereinigung der lutherischen (A. B.) und reformierten (H. B.) Kirchen sinnvoll? Und entscheidend war die Frage, wie der Demokratisierungsprozess innerhalb der Evangelischen Kirchen gestaltet werden sollte. Viele Entwicklungen innerhalb der Kirchen verliefen parallel zu den politischen Veränderungen. Trotz eines weitgehenden kircheninternen Konsenses zeigte die Politik jedoch wenig Interesse an einer Annäherung an die Evangelische Kirche. Dies führte zur Marginalisierung und letztlich zu einer weitgehenden Desintegration der Evangelischen in Österreich.



