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Verräter oder Verführte

eine psychoanalytische Untersuchung inoffizieller Mitarbeiter der Stasi

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Insgesamt 600 000 Menschen wurden vom MfS über die Jahre als Inoffizielle Mitarbeiter angeworben. Sie sind aus politischer Überzeugung oder Abenteuerlust, aus Karrieregründen oder Rache, aus Angst vor Repressionen oder mit der Sehnsucht nach Anerkennung und Geborgenheit eine unheil- und leidbringende Allianz mit dem Ministerium für Staatssicherheit eingegangen, haben teilweise Kollegen, Bekannte, Freunde oder sogar die eigene Familie observiert und verraten. Wie stehen diese Menschen zu ihrer damaligen konspirativen Tätigkeit 14 Jahre nach Auflösung des MfS? Erstmals wurde mit dieser psychoanalytischen Untersuchung eine Möglichkeit geschaffen, die unbewußten Motivationen für ihr Handeln zu hinterfragen. Zwanzig ehemalige Inoffizielle Mitarbeiter erzählten ihre Lebensgeschichten, die den Einschätzungen durch das MfS gegen-übergestellt wurden. Eine Gruppe von fünf Psychoanalytikern erarbeitete daraufhin eine Gesamtbeurteilung, die die unterschiedlichen Wahrnehmungen durch den IM selbst und durch seine Führungsoffiziere berücksichtigt und auf diesem Weg zu einer möglichst gerechten Einschätzung von Tat und Tätern gelangt.

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Verräter oder Verführte, Ingrid Kerz-Rühling

Language
Released
2004
Binding
(Paperback)
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Title
Verräter oder Verführte
Subtitle
eine psychoanalytische Untersuchung inoffizieller Mitarbeiter der Stasi
Language
German
Publisher
Links
Released
2004
Format
Paperback
Pages
245
ISBN10
3861533278
ISBN13
9783861533276
Series
Description
Insgesamt 600 000 Menschen wurden vom MfS über die Jahre als Inoffizielle Mitarbeiter angeworben. Sie sind aus politischer Überzeugung oder Abenteuerlust, aus Karrieregründen oder Rache, aus Angst vor Repressionen oder mit der Sehnsucht nach Anerkennung und Geborgenheit eine unheil- und leidbringende Allianz mit dem Ministerium für Staatssicherheit eingegangen, haben teilweise Kollegen, Bekannte, Freunde oder sogar die eigene Familie observiert und verraten. Wie stehen diese Menschen zu ihrer damaligen konspirativen Tätigkeit 14 Jahre nach Auflösung des MfS? Erstmals wurde mit dieser psychoanalytischen Untersuchung eine Möglichkeit geschaffen, die unbewußten Motivationen für ihr Handeln zu hinterfragen. Zwanzig ehemalige Inoffizielle Mitarbeiter erzählten ihre Lebensgeschichten, die den Einschätzungen durch das MfS gegen-übergestellt wurden. Eine Gruppe von fünf Psychoanalytikern erarbeitete daraufhin eine Gesamtbeurteilung, die die unterschiedlichen Wahrnehmungen durch den IM selbst und durch seine Führungsoffiziere berücksichtigt und auf diesem Weg zu einer möglichst gerechten Einschätzung von Tat und Tätern gelangt.