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Die Zwitschermaschine

Mehr als 100 ausgewählte Gedichte

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  • 164 pages
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Arno Reinfrank hinterließ ein beeindruckendes lyrisches Werk, das sich von strengen Rhythmen und sorgfältigen Reimstrukturen abwendete. Seine Gedichte sollten nicht als geschlossene Einheiten erscheinen, sondern Einbruchsstellen für Erinnerungen an Liedhaftes bieten, mit Unterbrechungen, die plötzliche Wendungen ermöglichten. Er meisterte lyrische Formen in vielfältiger Weise, ohne Wert auf die Demonstration seiner Fähigkeiten zu legen. Das Verhältnis von Poetischem und Prosaischem interessierte ihn nicht außerhalb, sondern innerhalb des Gedichts. Mit seiner Poesie der Fakten betrat er ein ihm eigenes Gebiet, indem er die Deklination von Mohn und Rosen auf die Konjugation wissenschaftlicher Ergebnisse und technischer Erfindungen ausdehnte. Dabei ging es ihm um Würde und den Einspruch gegen die Würdelosigkeit, die das Technisch-Wissenschaftliche als Übermacht hinnimmt. Er wies die Authentizität zurück, die in der Nachkriegszeit in Deutschland und im postfaschistischen Europa oft unecht war und auf einer Kunst der Verallgemeinerung basierte. Reinfrank war modern, lebte mit offenen Augen in seiner Zeit und verstand, dass sein Schreiben direkt mit der Realität verbunden war.

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Die Zwitschermaschine, Arno Reinfrank

Language
Released
2018
Binding
(Paperback),
Book condition
Very Good
Price
€4.79

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Title
Die Zwitschermaschine
Subtitle
Mehr als 100 ausgewählte Gedichte
Language
German
Released
2018
Format
Paperback
Pages
164
ISBN10
3901602801
ISBN13
9783901602801
Series
Description
Arno Reinfrank hinterließ ein beeindruckendes lyrisches Werk, das sich von strengen Rhythmen und sorgfältigen Reimstrukturen abwendete. Seine Gedichte sollten nicht als geschlossene Einheiten erscheinen, sondern Einbruchsstellen für Erinnerungen an Liedhaftes bieten, mit Unterbrechungen, die plötzliche Wendungen ermöglichten. Er meisterte lyrische Formen in vielfältiger Weise, ohne Wert auf die Demonstration seiner Fähigkeiten zu legen. Das Verhältnis von Poetischem und Prosaischem interessierte ihn nicht außerhalb, sondern innerhalb des Gedichts. Mit seiner Poesie der Fakten betrat er ein ihm eigenes Gebiet, indem er die Deklination von Mohn und Rosen auf die Konjugation wissenschaftlicher Ergebnisse und technischer Erfindungen ausdehnte. Dabei ging es ihm um Würde und den Einspruch gegen die Würdelosigkeit, die das Technisch-Wissenschaftliche als Übermacht hinnimmt. Er wies die Authentizität zurück, die in der Nachkriegszeit in Deutschland und im postfaschistischen Europa oft unecht war und auf einer Kunst der Verallgemeinerung basierte. Reinfrank war modern, lebte mit offenen Augen in seiner Zeit und verstand, dass sein Schreiben direkt mit der Realität verbunden war.