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Gerald Wiemers

    Studentischer Widerstand an der Universität Leipzig 1945-1955
    Erinnern als Verpflichtung
    Die Mitglieder von 1846 bis 2006 / Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
    Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig 1977 - 1978
    • Das Verzeichnis erfasst sämtliche Mitglieder der Sächsischen Akademie der Wissenschaften seit ihrer Gründung bis heute, die fast ausnahmslos mit einem Porträt abgebildet werden. Vorangestellt ist eine Übersicht aller Amtsträger - Präsidenten und Vizepräsidenten, Sekretare und stellvertretende Sekretare, Präsidiumsmitglieder, Nobelpreisträger und Mitglieder in der Jablonowskischen Gesellschaft. Die Gründung am 1. Juli 1846, vor 160 Jahren, als Königlich Sächsische Gesellschaft der Wissenschaften ging unmittelbar auf die Initiative eines Vereins von 13 Leipziger Professoren zurück und stand in der Tradition jener Ideen, die bereits um 1700 von Leibniz und Tschirnhaus dem damaligen Kurfürsten Friedrich August vorgelegt worden waren. Seit der Konstituierung des Freistaates Sachsen im Jahr 1919 trägt die Akademie ihren heutigen Namen.

      Die Mitglieder von 1846 bis 2006 / Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
    • Erinnern als Verpflichtung

      Generalarzt a.D. Dr. med. Horst Hennig zum 85. Geburtstag

      • 285 pages
      • 10 hours of reading

      Im Jahr 1950 sprechen sich Horst Hennig und Kommilitonen in Halle gegen die undemokratischen Studentenratswahlen aus, was zu ihrer Verhaftung führt. Die illegale Auslieferung an die sowjetischen Besatzungsbehörden resultiert in einer 25-jährigen Haftstrafe für Hennig, der in das Arbeitslager Workuta deportiert wird. Dort lebt und arbeitet er unter extremen Bedingungen, während ein blutiger Streik in seinem Schacht 29 am 30. Juli / 1. August 1953 über 60 politische Häftlinge das Leben kostet. Hennig überlebt und wird 1955 freigelassen. In der Bundesrepublik Deutschland vollendet er sein Medizinstudium und promoviert 1961 in Köln. 1962 tritt er als Arzt in die Bundeswehr ein und beendet seine Laufbahn 1983 als Generalarzt. Hennig war nicht nur Teil des studentischen Widerstands, sondern auch ein wichtiger Akteur bei der Aufarbeitung der Vergangenheit. Er pflegt zahlreiche Lagerkameradschaften und setzt sich für die Erinnerung an den GULag ein. Die Gründung der Lagergemeinschaft Workuta, die die Interessen ehemaliger politischer Häftlinge vertritt, geht auf seine Initiative zurück. Die Festschrift dokumentiert Hennigs militärische Laufbahn, den studentischen Widerstand, seine Zeit in Workuta und die Aufarbeitung seiner Erlebnisse. Sie ist in drei Abschnitte gegliedert: biografische Aspekte, wissenschaftliche Themen zur politischen Verfolgung und spezielle Themen zu Workuta und dem studentischen Widerstand.

      Erinnern als Verpflichtung
    • Die Universität Leipzig, an der die SED früh versuchte, ihren politisch-ideologischen Einfluss durch die FDJ zu festigen, hat anlässlich einer Ausstellung eine Broschüre über den Widerstand der Studenten veröffentlicht. Diese dokumentiert den Weg von der politischen Auseinandersetzung zur Kriminalisierung politischer Aktivitäten anhand dreier Gruppen. Eine Liste mit über 80 verhafteten Studenten zeigt die Ausschaltung demokratischer Kräfte. Durch Abschreckung, mit Strafen von Tod durch Erschießen bis hin zu langjähriger Zwangsarbeit im sowjetischen GULAG, sollte der Widerstand gebrochen werden. Die Broschüre enthält zahlreiche, meist faksimilierte Dokumente, die das Schicksal dieser Widerstandsgruppen ins Gedächtnis zurückrufen. Zunächst wird die Gruppe um Herbert Belser behandelt, der zum Tode verurteilt und am 28.4.1951 erschossen wurde, während die anderen zur Zwangsarbeit nach Workuta verbannt wurden. Auch das Schicksal des christlichen Studenten Werner Ihmels, der 1947 im Zuchthaus Bautzen inhaftiert wurde und 1949 dort starb, wird beschrieben. Zudem wird an die bekannteste studentische Widerstandsgruppe um Wolfgang Natonek erinnert, der im November 1948 von der sowjetischen Geheimpolizei verhaftet wurde. In der nun in zweiter, erweiterter Auflage vorliegenden Broschüre werden auch zwei weitere Gruppen um Gerhard Rybka und Axel Schroeder sowie das Schicksal des Theologiestudenten Heinz Eisfeld dokumentiert, die 1951/52 du

      Studentischer Widerstand an der Universität Leipzig 1945-1955