Die romanischen Sprachen bieten aufgrund ihrer Quellenlage eine hervorragende Grundlage zur Rekonstruktion von Sprachwandelprozessen, was sie zu einem wichtigen Bestandteil der Grammatikalisierung macht. Trotz ihrer Relevanz fehlt bislang eine umfassende monographische Einführung, die sich speziell mit den Besonderheiten und Entwicklungen dieser Sprachen im Kontext der Grammatikalisierung auseinandersetzt.
Annette Gerstenberg Book order (chronological)



Mittelmeerstudien: Konstruktionen mediterraner Insularitäten
- 279 pages
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'Das Konzept der Insularität kann wichtige Impulse für interdisziplinäre Forschungen zum Mittelmeerraum geben, weil es die spezifische "insulare" Dimension der Archipele und Inseln des "Mare Magnum" ins Zentrum der Betrachtung rückt. Der Begriff "Insularität" stammt eigentlich aus der Renaissance, blieb aber bis zu seiner Wiederentdeckung in der modernen Forschung weitgehend ungenutzt. Das mit ihm umschriebene wissenschaftliche Konzept ist eng verbunden mit der Frage nach spezifischen biologischen, ökonomischen, politischen, militärischen, kulturellen und religiösen Phänomenen auf Inseln, die gerade aus der Tatsache resultieren, dass Inseln komplett von Wasser umgeben und in ihren Ressourcen begrenzt sind. Bei näherer Betrachtung bedingen diese naturgegebenen Kriterien jedoch eine Vielfalt spezifischer Wege gerade im Mittelmeerraum, Insularität in Texten und Bildern zu konstruieren. Diesen unterschiedlichen Modi der Konstruktionen mediterraner Insularitäten widmet sich der vorliegende Band, dessen zehn Beiträge ein breites disziplinäres und chronologischen Spektrum abdecken: Es reicht von der alten und mittelalterlichen Geschichte über die Theologie und die Literaturwissenschaft bis zur Migrationsforschung, der Soziologie und der vergleichenden, systematischen Inselforschung (der Nissologi)."--
Die gezielte und sorgfältig dokumentierte Nutzung vorhandener Ressourcen gehört ebenso zum wissenschaftlichen Arbeiten wie die konsequente Entwicklung eigener Ansätze, die zu neuen Erkenntnissen führen. Im Studium bleibt oft wenig Zeit, diese Fragen ausführlich zu behandeln. Das Arbeitsheft setzt hier daher mit einer Orientierung für die zielgerichtete Auswertung wissenschaftlicher Textsorten und für die Beurteilung ihrer Zitierfähigkeit an. Außerdem wird zur Erarbeitung eigener Texte angeleitet, wie sie im Studium verlangt werden, damit perspektivisch auch größere Forschungsvorhaben gelingen. Dafür wird der Weg von der Themenklärung bis zum fertigen Text bzw. zur fertigen Präsentation nachgezeichnet. Es werden typische Probleme der Erstlingswerke besprochen und die Besonderheit des „Sprechens über Sprache“ erläutert. Im zweiten Teil des Arbeitsheftes wird in das Arbeiten mit Sprachzeugnissen eingeführt. Angesichts der leichten Verfügbarkeit von Text- und Tondokumenten wird bereits in frühen Studienphasen die Arbeit mit Primärquellen erwartet. Das Arbeitsheft vermittelt terminologische und methodische Grundkenntnisse der Editionsphilologie, der Erhebung von Sprachdaten und der Arbeit mit Korpora auf Basis von romanistischen Beispielen.