Wenn die Kreditkarten-Abrechnung eintrifft und das Bankkonto dementsprechend belastet wird, mag manch einer betrübt sein. Ich nicht! Denn mit der Ortsangabe der Geldausgabe steigen jeweils Erinnerungen in mir auf, die unbezahlbar sind. Einige davon habe ich hier niedergeschrieben. Der Kontrast zwischen den kalten, unpersönlichen Abrechnungen und den höchst abwechslungsreichen Ursachen könnte nicht grösser sein und hat mich zu manch einem Denkanstoss verleitet. Die Kreditkarten- Belastungen in diesem Buch erstrecken sich über einen Zeitraum von 15 Jahren, über den Daumen gepeilt von meinem 60. bis zu meinem 75. Geburtstag. Im Nachhinein erkenne ich in den Geschichten eine persönliche Entwicklung, die man je nach Sichtweise als Reife oder Alterungsprozess bezeichnen kann. Doch keine Angst: Ich bin ein Optimist und es geht mir in erster Linie um interessanten Erfahrungsaustausch und unbeschwerte gute Unterhaltung.
Bernard Thurnheer Book order (chronological)






Beni Thurnheer - Der Sportreporter und die Philosophen
- 180 pages
- 7 hours of reading
Vielleicht wundern Sie sich, dass sich ein Sportreporter am Ende seiner Karriere mit Philosophie befasst. Dies ist aber gar nicht so abwegig. Rund um den Spitzensport lernte Beni Thurnheer das pralle Leben mit all seinen Unwägbarkeiten, Zweifeln und Möglichkeiten kennen. Hier fand er Ehrgeiz und Fairness, Jubel und Enttäuschung, akribisches Handeln und Loslassen in einem geregelten, gut überschaubaren Rahmen vor. Der sportliche Wettkampf ist so etwas wie eine vereinfachte Darstellung des Lebens. Zwei Herzen schlugen während seines ganzen Berufslebens in seiner Brust: eines für die tollen Spitzensportler und eines für die genialen Denker, eines für Beckham und eines für Bacon, eines für Kahn und eines für Kant, eines für Zidane und eines für Zenon. Mit diesem Buch hat sich Beni Thurnheer nun einen Traum wahrgemacht. Es ist ihm nämlich gelungen, auch die längst verstorbenen Philosophen zu kontaktieren.
„Hauptsache es flimmert“, hieß es vor 60 Jahren, als die Bilder liefen. Heute denken die Direktoren kommerzieller Unternehmen ähnlich, während sie auf ihre Bilanzen schauen. Beni Thurnheer beschreibt seinen langen Weg von einem faszinierten Konsumenten über seine Karriere im Fernsehen bis hin zu seiner Rolle als kritischer Zuschauer im Pensionsalter. Er beleuchtet, wie Fernbedienungen, Handys, kommerzielles Fernsehen und das World Wide Web die Programmgestaltung beeinflusst haben. Thurnheer scheut sich nicht, auf die Tricks und Täuschungen hinzuweisen, die in der Branche üblich sind. „Es herrscht ein fröhliches Trügen, Tricksen und Täuschen“, konstatiert er, während Zuschauer oft mit falschen Eindrücken konfrontiert werden. Wer keine beeindruckenden Einschaltquoten vorweisen kann, flüchtet sich in die undurchsichtigen Bereiche von Marktanteilen und Prozentzahlen. Thurnheer fragt sich auch, wie ein Reporter vor dem Vatikan erfährt, wer zum neuen Papst gewählt wurde – aus einem Studio in Zürich, Berlin oder London, was die Show-Elemente des Fernsehens verdeutlicht. Leserinnen und Leser erleben eine amüsante, aber auch kritische Zeitreise durch 60 Jahre Schweizer Alltagsleben im Einfluss des Fernsehens, mit Aha-Erlebnissen auf jeder zweiten oder dritten Seite.
Reden ist immerhin Silber. Stories und Zitate
- 304 pages
- 11 hours of reading

