„Er ist mit seinen Bildern auf der Suche nach einer unverkrampften und dennoch intensiven Anschauung, die nicht der banale Ausdruck des Offensichtlichen ist, sondern ihr Geheimnis wahrt“, schreibt Eckhart J. Gillen in diesem exklusiven und großformatigen Bild-Text-Band, der einem der eigenständigsten, vielseitigsten und kraftvollsten Gegenwartskünstler gewidmet ist. Wenn hier vollständig dargestellt und umfassend beschrieben ist, was Reimkasten in den letzten 12? Jahren in seiner Malerei erreicht hat, gibt das dennoch nur einen Teil seiner kreativen Arbeit als Hochschullehrer und Grenzgänger zwischen Landschaften, Medien und Arbeitsfeldern wieder. Reimkastens Malerei ist in ihrer vitalen Konsequnez ein Ereignis ohne Vergleich und wohl nur deswegen noch ein Geheimtipp, weil es für sie keine vorbeschriftete Schublade gibt. Dieses in minutiöser Arbeit mit Liebe zum Detail entstandene Buch ist nicht nur eine Augenweide, sondern will darüber hinaus auch zur längst überfälligen Entdeckung eines großen Künstlers beitragen. Die Wirkung von Reimkastens Malerei beschreibt Joachim Penzel so: „Die Bilder gleichen einem plötzlichen Riss in einer dunklen Wolkendecke, durch den für einen Augenblick ein unerwartetes Licht die Aufmerksamkeit auf sich lenkt.“
Ulrich Reimkasten Books



Humankapital, Krankenhaus, Kunst
- 272 pages
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Der großformatige Bild-Text-Band dokumentiert die künstlerische Gestaltung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie des Sozialpädiatrischen Zentrums im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara in Halle (Saale). Unter der Leitung von Prof. Ulrich Reimkasten schufen 23 Studenten der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle (Saale) und zusätzliche Künstler in zwei Jahren etwa 170 raumfüllende Kunstwerke, die einem übergeordneten Gestaltungskonzept zugeordnet sind. Die Werke umfassen Wandmalereien, Sitzobjekte, Gemälde, Materialkunstwerke wie Klangobjekte und Betonreliefs sowie großflächige Bodenintarsien. Diese Gesamtlösung bietet eine radikale und sinnfällige Synthese aus künstlerischer Individualität und Klinikpraxis im architektonischen, sozialen und politischen Raum. Prof. Reimkasten reflektiert über die gesellschaftlichen Herausforderungen und die Bedeutung von bürgerlich-humanistischen Werten in der Gesundheitsreform. Gerlinde Kuppe, Ministerin für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt, lobt die gelungene Verbindung von multiprofessioneller Hilfe für Kinder und Jugendliche mit psychischen Störungen und der künstlerischen Ausgestaltung des Lebensraums „Kinderzentrum“, die sowohl die Kunst des Heilens als auch die Kunst als Helferin des Heilens umfasst.