Ein Plädoyer für mehr Anerkennung der Familien-Managerin 'Und was machen Sie so – beruflich?' Diese Frage löst bei vielen Frauen Unsicherheit aus. Sie sind ja 'nur' Hausfrau. Dabei gibt die Antwort einer selbstbewussten Mutter in einem bekannten Werbespot die Richtung vor: 'Ich führe ein sehr erfolgreiches kleines Familienunternehmen.' Catharina Aanderud diskutiert vorurteilsfrei Möglichkeiten, wie der Hausfrauenrolle angemessene Wertschätzung zukommen kann. Dazu zählt die Frage, ob Hausfrauen ein Gehalt gezahlt werden sollte, das deren vielfältige Aufgaben einer 'Familien-Managerin' würdigt. Hier sind auch Politik und Wirtschaft gefordert. Am Anfang steht jedoch die Anerkennung des umfassenden Jobs, den Frauen tun, die sich um Kinder und Haushalt kümmern: Sie sind gleichzeitig Psychologin, Pädagogin, Motivationstrainerin, Coach, Ernährungsexpertin. Höchste Zeit für die Anerkennung, die Hausfrauen zusteht!
Catharina Aanderud Books




Die apokalyptisch anmutende Katastrophe in Japan verdeutlicht, dass wir in der Rolle des Zauberlehrlings gefangen sind: Nicht wir kontrollieren Natur und Technik, sondern sie uns. Während der Ausstieg aus der Atomenergie diskutiert wird, bleibt der Energiebedarf moderner Gesellschaften unverändert hoch, was vor allem mentale Anstrengungen erfordert. Es stellt sich die Frage, wie wir unser suchtartiges Verlangen nach immer mehr reduzieren können, obwohl wir bereits mit zu vielen Dingen, Informationen und Erlebnissen überfordert sind. Dieser Überfluss führt zu Burnout und Depressionen. Viele sind sich nicht bewusst, dass hochprofessionelle Methoden aus der Psychoanalyse unsere Aufmerksamkeit zersplittern und uns auf ständig neue, käufliche Reize konditionieren. Edward Bernays, ein Neffe Freuds, machte in den 20er Jahren tiefenpsychologische Techniken für Unternehmen nutzbar, die verzweifelt nach Absatzmöglichkeiten in einer gesättigten Gesellschaft suchten. Wenn wir die grassierende Gier beklagen, müssen wir aufhören, unsere Wünsche und Bedürfnisse manipulieren zu lassen. Es ist an der Zeit, von selbstverliebten Ichlingen und narkotisierten Konsumsklaven zu wachen und zu aufmerksamen Menschen zu werden.