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Rudolf Conrades

    Das Schweriner Arno-Breker-Projekt
    Im Irrlicht
    Der Schweriner Dom
    • Eine der ältesten Fragen zur Backsteingotik ist, wann und warum die hochgotischen Formen aus Frankreich in den Ostseeraum gelangten und wo sie erstmals in einem backsteingotischen Kirchenbau auftauchten. Rudolf Conrades belegt anhand bislang unbekannter Schriftquellen, dass der Bau des Schweriner Doms bereits um 1265 begann, was früher als angenommen war. Bereits 1274 wurde in der Scheitelkapelle des Chorumgangs ein Altar errichtet, während die analoge Kapelle von St. Marien in Lübeck erst 1291 fertiggestellt wurde. Conrades zeigt zudem, dass Bischof Rudolf I. von Schwerin 1262 in Paris von König Ludwig IX. einen Dorn aus der Dornenkrone Christi als Geschenk erhielt. Während seines Aufenthalts in der Pariser Abtei Saint-Germain-des-Prés vertrat er den abwesenden Herzog Albrecht I. von Braunschweig bei einer Hochzeit. Der französische König übertrug nur an politisch wichtige Empfänger eine solche Reliquie, was auf enge Kontakte hinweist. Der Einfluss französischer Kirchenbauten, wie der Kathedrale Notre-Dame und der Abteikirche von Saint-Denis, zeigt sich besonders im Schweriner Querhaus, dem einzigen dreischiffigen Querhausbau an einer deutschen Kathedrale. Im letzten Kapitel untersucht der Autor die Datierung von „Schwesterkirchen“ des Schweriner Doms und kommt zu dem Schluss, dass diese später begonnen wurden, als bisher angenommen, insbesondere St. Marien und St. Nikolai.

      Der Schweriner Dom