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Stephanie Hellekamps

    January 1, 1956
    Hand- und Lehrbücher der Pädagogik: Geschichte des pädagogischen Denkens
    Studien zur Pädagogik der Schule - 32: Schulporträtforschung und Schulentwicklung
    Zwischen Schulhumanismus und Frühaufklärung
    • Welche Gymnasien hatten im 17. Jahrhundert in Westfalen an Prozessen der Aufklärung und Säkularisierung teil? Und welche westfälischen Gymnasien waren für die Rechristianisierung und Sakralisierung der höheren Bildung nach dem Dreißigjährigen Krieg maßgeblich? Das Vordringen frühaufklärerischer Unterrichtsinhalte im 17. Jahrhundert wird in diesem Buch hinsichtlich seiner Ursachen, seiner konflikthaften Begleitumstände und seiner Folgen untersucht. Ebenso wird die Fortdauer der christlichen Tradition bei gleichzeitig zunehmender Orientierung an den modernen Wissenschaften in einigen Gymnasien Westfalens festgestellt und mit Phasen der Konfessionalisierung in Zusammenhang gebracht. Untersucht werden die Gymnasien in Dortmund, Hamm, Münster, Soest und Steinfurt, die Schullaufbahnen und Bildungsgänge ihrer Absolventen, elterliche Bildungsaspirationen und die Professionalisierung ihrer Lehrer. Insgesamt bieten die Ergebnisse dieses von der DFG geförderten Forschungsprojekts überraschende Einblicke in den Wandlungsprozess der höheren Bildung im 17. und frühen 18. Jahrhundert.

      Zwischen Schulhumanismus und Frühaufklärung
    • Das Schulporträt als eine Möglichkeit, schulische Wirklichkeit im Sinne eines Handlungsfeldes in besonders dichter Beschreibung zur Darstellung zu bringen, hat in den letzten Jahrzehnten in der Schul- und Unterrichtsforschung eine zunehmende Bedeutung erlangt. Dieser Band trägt dieser Entwicklung Rechnung: er widmet sich der Beziehung zwischen dem Schulporträt als einer Erfassungsform schulischer Wirklichkeit und dem Aufgabenfeld der Schulentwicklung. In wissenschaftlichen Beiträgen spiegelt er die aktuelle Diskussion um das Schulporträt wider und stellt darüber hinaus verschiedene Modelle und Beispiele für Schulporträtarbeit und -forschung vor. Die Veröffentlichung hält Materialien und Instrumentarien für die konkrete Schulentwicklung «vor Ort» bereit, an der sich – im Kontext qualitativer Forschungsprojekte – auch Studenten und Lehrer beteiligen können.

      Studien zur Pädagogik der Schule - 32: Schulporträtforschung und Schulentwicklung
    • Das Verhältnis zur Tradition prägt die Tiefe des pädagogischen Denkens. Wichtige Denker wie Dietrich Benner, Dieter Lenzen und Klaus Mollenhauer werden in der Spannung von Aufklärung und Romantik dargestellt. Die neue Epoche des pädagogischen Denkens, die im Mai 1968 beginnt, wird hinsichtlich ihrer langfristigen Ergebnisse analysiert. Dabei werden emanzipatorische und postmoderne Pädagogik charakterisiert. Die reformpädagogische Hoffnung auf ein starkes, individuelles Selbst wird stark von Friedrich Nietzsche und Richard Wagner beeinflusst, was in einem Kapitel über Hermann Lietz und Paul Geheeb verdeutlicht wird. Die Diskussion um die „neue Erziehung“ steht im Zentrum dieser Epoche. Weitere bedeutende Pädagogen wie Martin Buber, Wilhelm Flitner und Erich Weniger werden ausführlich behandelt. Wichtige Themen wie die Entwicklung des moralischen Charakters, Freiheit als Autonomie und Bildung als Selbstbildung sind in der Tradition des Humanismus verwurzelt. Das Buch beginnt mit der Pädagogik der Frühen Neuzeit, von Vergerio bis Rousseau, und beschreibt die Veränderungen im 18. und frühen 19. Jahrhundert. Trotz dieser Veränderungen wird der Fortgang des pädagogischen Spiels über die Jahrhunderte verdeutlicht. Es lädt zur Teilnahme am pädagogischen Spiel ein und bietet die Möglichkeit, seine Regeln zu erlernen.

      Hand- und Lehrbücher der Pädagogik: Geschichte des pädagogischen Denkens