"Der Funktionär des Orgasmus" beleuchtet das Leben und Werk von Wilhelm Reich, einem polarisierenden Psychoanalytiker, der für seine Sexpol-Bewegung und späteren umstrittenen Forschungen bekannt wurde. Die Veröffentlichung bietet einen kritischen Blick auf seine Bedeutung für die 68er-Bewegung und seine frühen Erkenntnisse in der Psychoanalyse.
Winand Herzog Book order (chronological)





„Roman Held“ zeigt inhaltliche Parallelen zu Arno Schmidts Werk, insbesondere zu seinen Dialog-Essays und Erzählungen wie „Tina oder über die Unsterblichkeit“ und „Goethe und Einer seiner Bewunderer“, auch wenn Schmidts „Dichtergespräche im Elysium“ damals noch nicht veröffentlicht waren.
Die "Verbeulten Idyllen" bieten eine Sammlung von etwa 90 Anekdoten, die alltägliche und außergewöhnliche Situationen humorvoll darstellen. Die Geschichten reichen von skurrilen Erlebnissen im Alltag bis hin zu fantastischen Begegnungen mit Prominenz. Sie betonen die Pointe und zeigen die Menschen in überraschenden Kontexten.
Ein Zufall hat den Junglehrer Ferdinand Prokop und den Schuldirektor Gottfried Mailänder im ehrwürdigen humanistischen Gymnasium Justinianum in der niederrheinischen Stadt Closterflühm zusammengeführt. 'Ochsentour' erzählt aus einer Welt voller Intrigen, wie diese beiden Männer in der politisch bewegten Zeit von 1978 bis 1984 aneinandergeraten und der eine zum Gegenspieler des anderen wird. In 'Ochsentour', nicht zuletzt ein Roman über die Wirkung von Literatur, verschmelzen Elemente des Märchens mit denen der antiken Tragödie. Schule und vor allem Schulverwaltung suchen wie von selbst die Nähe zu Kafkas Bürokratiesatiren, und bisweilen weht bei einem Schluck Feuerzangenbowle der Geist des Humanismus und der klassischen Bildung durch die Satzgebäude. Vor dem Hintergrund des Zeitpanoramas kämpfen Prokop und Mailänder für die Gestaltung des eigenen Lebensentwurfs. Welche Möglichkeiten werden verworfen, und welchen Preis ist man bereit, dafür zu zahlen?
"Das zweite Programm"
Arno Schmidt als Theaterautor und der Maler Eberhard Schlotter
- 266 pages
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Arno Schmidt und der mit ihm befreundete Maler Eberhard Schlotter beschlossen Ende 1960, „mal gemeinsam was zu machen“. Aus diesem Vorhaben erwuchsen ein 11 Quadratmeter großes Gemälde Schlotters und als literarisches Pendant dazu „Eberhard Schlotter: Das zweite Programm“, ein kurzer, revueartiger Text Schmidts. Der Titel „Das zweite Programm“ bezeichnet weniger eine Kritik an Adenauers Fernsehplänen, sondern vor allem die Weiterentwicklung von Arno Schmidts Prosatheorie in Richtung „Traum“. Der kaum beachtete singuläre Theatertext hat in Schmidts Werk eine verborgene Schlüsselposition. Die Untersuchung zeigt kenntnis- und detailreich, wie Schmidt Wurmlöcher in sein zeitgenössisches Material um 1960 bohrt und aus (literatur)historischen Tiefenschichten Spielmaterial fördert. Das Verhältnis Schmidts zu Eberhard Schlotter und dem Gemeinschaftswerk „Das zweite Programm“ wird eingehend beschrieben, gefolgt von einer genauen Analyse der beiden Werke sowie von einem Blick hinter die „Culissen“ der Typoskripte und der einmaligen Aufführung des Stücks. Die in der Forschung vielzitierte theatrale und dialogische Dimension des schmidtschen Spätwerks findet mit „Das zweite Programm“ einen nicht mehr zu unterschätzenden Basis- und Referenztext.