Dieses Kind bleibt nicht unter dem Rock der Großmutter sitzen. Es will hinaus. Und doch ist die Stube der Ort der Geborgenheit, in der sich die Großeltern, Mutter und Kind aufhalten, in der gekocht und gegessen wird, in der man sich wäscht und zusammensitzt. »Wir leben arm, aber gesund«, sagt die Mutter. Doch was das Kind erlebt und beobachtet, ist reich. Da gibt es das Abendkränzchen der Großeltern, wo es die Erwachsenen belauschen kann. Da sind die Nachbarskinder, mit denen es durch die Wiesen und Wälder streift und durch den Ort. Da sind die Sozis, die Kommunisten und die Nazis, die sich bekämpfen. Und die Streifzüge mit der Großmutter zum Himbeer- und Blaubeerpflücken, zum Tannenzapfen- und Holzsammeln. In kurzen und ausdrucksstarken Bildern erzählt Hans Stilett aus seiner Kindheit: von der Freude, von der Neugier, vom Tod, von der Natur und Menschen. Er ruft damit eine Zeit in Erinnerung, die lang vorbei und doch in so vielen eigenen Erfahrungen eines jeden von uns noch aufgehoben ist. Ein wunderbares kleines Buch, das lange nachklingt. In kurzen und ausdrucksstarken Bildern erzählt Hans Stilett aus seiner Kindheit: von der Freude, von der Neugier, vom Tod, von der Natur und Menschen. Er ruft damit eine Zeit in Erinnerung, die lang vorbei und doch in so vielen eigenen Erfahrungen eines jeden von uns noch aufgehoben ist. Ein wunderbares kleines Buch, das lange nachklingt.
Hans Stilett Book order (chronological)



Von der Lust, auf dieser Erde zu leben
- 271 pages
- 10 hours of reading
„Dass ein solcher Mensch wie Montaigne geschrieben hat, dadurch ist wahrlich die Lust, auf dieser Erde zu leben, vermehrt worden.“ Friedrich Nietzsche „Er hat die menschliche Natur schlechthin geschildert“, sagte einst Voltaire über Montaigne, und: „Er ist ein Mensch, der immer geliebt werden wird“. Kaum jemand weiß besser, warum das so ist, als Hans Stilett: 1998 schenkte er uns die erste moderne Gesamtübersetzung der Essais, ein Buch, an dem er vorher schon nahezu 15 Jahre gearbeitet hatte. Seit einem Vierteljahrhundert also beschäftigt Stilett sich fast ausschließlich mit Leben und Werk des lebensfreundlichsten aller Philosophen; für seine immense Arbeit wurde er mit Lob, Preisen und Anerkennungen überschüttet. „Lebendigem soll man lebendig begegnen“, in diesem Sinne schreibt Stilett über Montaigne: sachkundig doch unakademisch, lebenszugewandt und mit viel humanistischem Humor. In diesem Buch erzählt er uns vom Leben, Denken und Schreiben Montaignes - von seiner Vielgestalt als Literat, Politiker und Philosoph, als Lebenskünstler, Skeptiker und Stoiker, als Pionier der Pädagogik, Leser und Schalk, als Humanist und christlicher Heide. Er ergründet sein Wesen und legt uns sein Denken in aller Widersprüchlichkeit dar - einer oft tiefernsten, oft spielerisch-heiteren Widersprüchlichkeit, die Montaigne gerade so sympathisch, menschlich und faszinierend macht.
The works of the French essayist reflect his views of morality, society, and customs in the late sixteenth century