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Gerd Morlock

    Wie's kimmt wird's gefressse!
    Aufgewachsen in Mainz in den 40er und 50er Jahren
    • Wir wurden in den 40er Jahren in politisch turbulente Zeiten hineingeboren. Die Windeln wurden noch selbst genäht und auf dem Küchenherd ausgekocht. Später lieferten wir uns mit den Kindern aus anderen Stadtvierteln Kämpfe und durchschwammen als Mutprobe den Rhein. Wir zitterten im Luftschutzkeller und erlebten die Zerstörung von Mainz im Februar 1945. Knapp einen Monat später kamen die Amerikaner, und der Krieg war zu Ende. Schritt für Schritt ging es bergauf, bis wir die Schule abschlossen und in die Lehre gingen oder studierten. Jetzt waren wir erwachsen und blickten voller Hoffnung in die Zukunft.

      Aufgewachsen in Mainz in den 40er und 50er Jahren
    • Wie's kimmt wird's gefressse!

      Geschichten und Anekdoten aus Mainz

      Wie's kimmt, werd's gefresse lautet das Motto der echten Mainzer, die so schnell nichts aus der Ruhe bringt. Mit viel Humor und Mutterwitz ausgestattet, haben sie eine durchweg positive Lebenseinstellung und machen aus allem das Beste. Sei es nach dem Krieg, als die Stadt in Trümmern lag und sie ihr "Mayence" mit den französischen Besatzern teilen mussten. Sei es 1960 beim Drehen des Films "Die Fastnachtsbeichte", in dem viele Mainzer Statistenrollen hatten und später nur für Sekunden zu sehen waren. Oder sei es 1970 beim Bau ihres "Fuchbaus", des neuen Rathauses, über dessen Standort man sich erst nach langen Diskussionen einigen konnte.

      Wie's kimmt wird's gefressse!