Populismus und Protest
Demokratische Öffentlichkeiten und Medienbildung in Zeiten von Rechtsextremismus und Digitalisierung
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Wie verändern Technologien Partizipation? Das Aufkommen digitaler Technologien hat neue Formen des Engagements ermöglicht, die Protestbewegungen, politische Kampagnen und Initiativen der politischen Bildung prägen. Veränderte Aufmerksamkeitsökonomien und Affektpolitiken, von denen rechtspopulistische Akteur*innen profitieren, stellen die demokratische Selbstverständigung und die Macht der Daten in Frage. Der Band versammelt Perspektiven aus der Allgemeinen Erziehungswissenschaft und Medienpädagogik auf (post-)digitale demokratische Öffentlichkeiten. Die Themen umfassen populistische, postfaktische und digitale Transformationen demokratischer Öffentlichkeiten, die politische und pädagogische Dimension des Öffentlichen, sowie die Auswirkungen von Bildungsinflation auf die Universitäten. Weitere Beiträge thematisieren die Emotionalität des Ausdrucks, die Verbindung von Populismus und Kritik, sowie die Beziehung zwischen postfaktischer Politik und Expertokratie. Auch die Herausforderungen der Medienbildung im Kontext digitaler Faschismen und die Ausdrucksformen des Widerstands im digitalen Zeitalter werden behandelt. Abschließend wird das Verhältnis von Daten, Agency und Selbst reflektiert, wobei die Komplexität von Daten und deren Einfluss auf individuelle Identitäten thematisiert wird.
