Jahrbuch des Österreichischen Volksliedwerkes · Band 72 | 2023
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Der erste Teil des 72. Bandes des Jahrbuchs des Österreichischen Volksliedwerkes bietet eine Nachlese zur Sommerakademie 2022 in Gmunden, die sich mit "Volkskultur als Dialog: Ökonomien und Lebensformen von Musikanten und Musikantinnen" beschäftigte. Anita Mayer-Hirzberger und Konrad Köstlin thematisieren in ihren Eröffnungsvorträgen das 19. Jahrhundert, in dem das Volkslied als Quelle nationaler Kunstmusik entstand. Mayer-Hirzberger beleuchtet die eurozentristische Sichtweise der Musikgeschichtsschreibung, während Köstlin die Lebensrealitäten von Musikanten und Musikantinnen behandelt. Katharina Pecher-Havers gibt Einblick in die Selbstkonzepte von Zitherspielern im 19. Jahrhundert, die um Anerkennung und finanziellen Erfolg kämpften. Merle Greiser analysiert die Vorstellungen vom Anderen in der städtischen Tourismusindustrie um 1900. Lydia Novak thematisiert die ehrenamtliche Arbeit im Burgenland-Kroatischen Verein Kolo Slavuj. Yannick Wey untersucht den Einfluss von Industrialisierung auf volksmusikalische Traditionen in Appenzell Ausserrhoden. Sandra Hupfauf schließt den Teil mit einem Aufsatz über die NS-Organisation "Kraft durch Freude". Der zweite Teil widmet sich der Institutionsgeschichte der Volksliedwerke in Österreich, mit Annemarie Bösch-Niederers Dokumentation zur Volksmusikforschung in Vorarlberg. Stefan Hackl untersucht Tiroler Nationalsänger und Volker Derschmidt diskutiert den Wiener Walzer. Ulrich Morgenster


