Maus Oskar mopst Katze Luzi eine Tüte Bonbons und schon beginnt eine wilde Verfolgungsjagd durch Berge, Labyrinthe und Wälder. Bis die beiden sich unter dem Bonbonbaum versöhnen, gibt es Erstaunliches zu entdecken: Fische aus Handtuchhaltern, Pflanzen aus Wäscheklammern. Kurz, in diesem Buch wimmelt es von Alltagsgegenständen zum Suchen und Staunen. Das etwas andere Wimmelbuch erschafft aus Alltagsgegenständen fantastische Welten.
Astrid Korntheuer Book order



- 2018
- 2012
Heute habe ich mit meinem Stativ ein Wildschwein erschlagen. Schon wieder ein Paradies
- 103 pages
- 4 hours of reading
Die sichtbaren Protagonisten der Aufnahmen „Heute habe ich mit meinem Stativ ein Wildschwein erschlagen. Schon wieder ein Paradies“ (2010–2012) sind Sonnenlicht, Blätter, wirres Astwerk und wuchernde Zweige mit all den damit verbundenen Eigenheiten. So zeigt das Diptychon „Gestrüpp 63“ und „Gestrüpp 64“ auf den Seiten 92 und 93 vom Wetter gezeichnete Brombeerblätter, die beginnen sich ins Gelb- und Bräunliche zu verfärben. Früchte fehlen. Dornige Brombeerranken führen weiter in das Bildinnere, dessen Tiefe aus widerspenstigen Ästchen in den vielfältigsten Braunschattierungen besteht, während der blaue Himmel von einem schönen Wintertag zeugt. Übernächste Seite: Ein Durcheinander von wildem Geäst und kleine Grüppchen mit pinken Blüten wie auch einigen wenigen blauschwarzen Beeren bestimmen die Komposition. Die Blätter im Vordergrund sind unscharf und abermals macht es das dichte Buschwerk unmöglich, den Waldboden zu sehen.
- 2010
Astrid Korntheuer
- 160 pages
- 6 hours of reading
„Man begreift es nicht, man vermag es kaum zu fassen, es ist erschreckend, es ist etwas Unheimliches, etwas beinahe Überwältigendes. Hat es einen Sinn?“ Diese Fragen spiegeln die Empfindungen wider, die Astrid Korntheuers Fotografien hervorrufen. Ihre Werke zeigen nicht nur natürlich gewachsene Gehölze und Büsche, sondern auch inszenierte Chaosansammlungen und raumgreifende Installationen. Korntheuer erforscht Dickicht, Verwirrungen und Spiel. Mit einer Plattenkamera sucht sie in der Landschaft nach dem perfekten Gestrüpp oder bringt das Gestrüpp in ihr Atelier, wo es sich in einer Materialschlacht aus Plastik, Papier und Lichterketten entfaltet. Ihre Kompositionen erzeugen überquellende Wimmelbilder ohne klaren Mittelpunkt oder Orientierung. Die radikalen Raumauskleidungen schaffen keinen plausiblen Zusammenhang, sondern führen zu einer gegenstandsübergreifenden Flächenordnung. Nicht alle Fotografien sind laut; einige sind ruhig und melancholisch, wobei das Gestrüpp als eigenständiges Konstrukt neu geordnet wird. Das Buch präsentiert fünf bedeutende fotografische Serien der Künstlerin, von den künstlichen Chaosbildern bis hin zum auf die Fläche gebannten Durcheinander von Landschaft. Korntheuers Stärke liegt in ihrer konsequenten Bildsprache und ihrer intensiven Auseinandersetzung mit Gestrüpp als Träger von Chaos, Tatendrang und Neuordnung.