Historia Catalepseos Compositae Somnambulismique Per Se Evoluti
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Die historische Villa Schönbühl in Zürich und die neue Wohnüberbauung im englischen Garten
Die Villa Schönbühl in Zürich, erbaut zwischen 1834 und 1838, steht heute unter Denkmalschutz. Dieses Buch beleuchtet die Geschichte der Villa und ihrer Bewohner, einschließlich des Seidenhändlers Hans Conrad Pestalozzi und des Dirigenten Edmond de Stoutz, sowie die neue Wohnbebauung im Park von 2017-2023.
Die reformierte Kirche Effretikon ist ein bedeutendes Beispiel der Nachkriegsmoderne im Kanton Zürich. In der Nähe einer wichtigen Verkehrsanlage symbolisiert der Bau das Wachstum der Gemeinde Illnau-Effretikon, die sich in den Nachkriegsjahren von einem Bauerndorf zu einer Stadt entwickelte. Zwischen 1959 und 1961 errichtet, war die Kirche aufgrund ihrer Turmform umstritten und polarisiert. Sie gilt als international beachteter Kirchenbau der Moderne und ist ein Hauptwerk des Architekten Ernst Gisel. Der aufstrebende Architekt gewann 1956/1957 einen Wettbewerb, der in zwei Stufen durchgeführt wurde. Viele Reisende auf der Strecke von Zürich nach Winterthur kennen den auffälligen Bau, der seit 2008 im überkommunalen Inventar als schützenswertes Objekt von kantonaler Bedeutung eingetragen ist. Die Kirche stellt einen Wendepunkt in der Architektur dar, der den Übergang von der reduzierten Formensprache der 1950er Jahre zur plastischeren der 1960er Jahre markiert. Der ursprünglich geplante Gemeindesaal wurde 1994-1995 realisiert. Mit dem elften Heft der Reihe Kleine Schriften zur Zürcher Denkmalpflege wird erstmals eine umfassende Abhandlung zu diesem Bauwerk veröffentlicht, da Gebäude dieser Epoche zunehmend in den Fokus der Denkmalpflege rücken.
Neue Bedürfnisse und Möglichkeiten im Bauboom der Nachkriegszeit prägten die architektonisch sehr vielfältigen Neubauten. In der Schweizer Kunst- und Architekturgeschichte sticht ein Schöpfer mit seinen plastischen Betonbauten besonders hervor: Walter Maria Förderer. In seinem Heimatkanton Schaffhausen schuf der Bildhauer-Architekt innert kurzer Zeit und in hoher Intensität herausragende Bauten, die alle wesentlichen Aspekte seines architektonischen Schaffens enthalten und seine architekturtheoretischen Gedanken veranschaulichen.
Blick auf die Nachkriegsmoderne im Kanton Zug
Das Baugeschehen in den 1950er- und 1960 er-Jahren war dynamisch und vielfältig. Neue Formen, Raumkonzepte und Materialien kamen auf. Mit vorfabrizierten Gebäudeelementen versuchte man, das Bauen zu beschleunigen und günstige Wohnungen anzubieten. Das Bauforum Zug und der Zuger Heimatschutz rücken mit dem Buch die architektonischen Qualitäten der Bauten aus der Zeit von 1945 bis 1975 in den Mittelpunkt der Diskussionen ums bauliche Erbe. Dazu erzählt der Kunst- und Architekturhistoriker Michael Hanak die Geschichte von rund 18 Bauten und fragt bei Architekten, Bauherren, Denkmalpflegern und Nutzern nach: Wie geht es diesen Bauten heute? Wurden sie respektvoll gepflegt, sorgfältig erneuert oder sinnvoll umgebaut? Das Buch beleuchtet die Baukultur einer Zeit, als Hochhäuser aus dem Boden schossen und Freizeitanlagen in die Wiese wuchsen.
Mit seinem Hauptwerk, der Kantonsschule Freudenberg in Zürich, erlangte Jacques Schader internationales Renommee. Der Architekt, bekannt für die klare Gliederung seiner Baukörper und die fliessenden räumlichen Übergänge, gehört zu den wich- tigsten Exponenten der Nachkriegsmoderne in der Schweiz. In den frühen 1950er Jahren arbeitete Jacques Schader neben seiner selbständigen Bautätigkeit als Redakteur bei der Architekturzeitschrift Bauen+ Wohnen, von 1960 bis 1970 lehrte er als Professor für Entwurf an der ETH Zürich vor allem im Bereich Wohnungsbau. In der Publikation wird er erstmals in allen Facetten seines beruflichen Engagements und mit seinem gesamten Œuvre vorgestellt. Seine Bauten und Projekte, von denen die bedeutsamsten ausführlich behandelt werden, widerspiegeln exemplarisch zentrale Entwurfsparameter der Nachkriegsmoderne: Raster und Modul, Transparenz und Durchdringung. Die Dokumentation und Deutung seiner Gebäude ist aus architekturhistorischer wie aus denkmalpflegerischer Sicht von höchster Aktualität. Gegenwärtig sind bei vielen seiner Bauten Erneuerungen notwendig, die ein fundiertes Handeln dringend erforderlich machen. Mit seinem eigenen Renovierungskonzept für die Kantonsschule Freudenberg zeigte Schader rund 30 Jahre nach ihrer Fertigstellung auf, wie man ein bauhistorisches Zeugnis bewahren und es zugleich den heutigen Erfordernissen anpassen kann.
Reduzierte Kuben in Stahl und Glas oder expressive skulpturale Formen in Sichtbeton – Architektur aus den 1940er- bis 1970er-Jahren fasziniert heute allgemein. Zugleich hat sie einen schweren Stand. Noch scheinen manche Bauten aus dieser Zeit zu jung, um in ihrem geschichtlichen Wert anerkannt zu werden. Doch oft werden sie aufgrund bautechnischer und energetischer Defizite entweder totalsaniert oder gar abgebrochen. Oft fehlt bislang eine Dokumentation, die als Entscheidungsgrundlage für zukünftige Baueingriffe gelten kann. Die Kantonale Denkmalpflege Solothurn hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, ein Inventar bedeutender Bauten aus dem Zeitraum 1940 bis 1980 zusammenzustellen. Angesichts des Baubooms nach dem Zweiten Weltkrieg stösst sie dabei auf kaum zu bewältigende Quantitäten. Daher stehen zunächst die Qualitäten wegweisender Bauten im Vordergrund. Das Buch stellt die Architektur der Nachkriegsmoderne im Kanton Solothurn umfänglich dar, präsentiert besonders aussagekräftige Beispiele und dokumentiert sämtliche inventarisierten Bauwerke.