Die Edition „Villenstadt Blankenburg“ lädt zu einer faszinierenden Entdeckungsreise ein. Denn die alte Residenzstadt der Welfenherzöge kann mit dem Charme vergangener Zeiten, prunkvollen Villenfassaden, feinem Interieur und historischen Hintergründen wie kaum eine andere Harzstadt aufwarten. Wie schon im ersten Band „Glanz und Geschichte“ beschreibt „Altes Gold“ auf vielfachen Wunsch der Leserschaft erneut schöne und interessante Blankenburger Villen. Und wieder vereinen der Geschichtenerzähler und der Fotograf ihre Perspektiven: Die Türen öffnen sich. Erneut verknüpfen sich die von Clemens Bussert opulent eingefangenen Bilder und das liebevoll bemerkte Detail mit einem Reigen aus Geschichte und Geschichten: Familiengeschichte, Stadtgeschichte, Sittengeschichte – und der Blankenburger Andreas Pawel kennt sie alle. Wenn der Leser am Ende des Bandes noch einmal durch die Buntglasfenster blickt, sieht er den Wandel der Stadt, Vergänglichkeit, Disruption und neuen Aufbruch. Es ist ein Nach-Hause kommen.
Andreas Pawel Book order (chronological)






Im schattigen Halbdämmer des Friedhofs in Treseburg im Harz findet man eine gepflegte granitene Steinplatte, darauf die Namen von neun Jugendlichen, alle mit dem gleichen Todestag: 19. April 1945. 14 Jahre der Jüngste, 17 Jahre der Älteste. Was ist hier passiert, in den letzten Stunden der Harzschlacht, in den letzten Tagen des Weltkrieges? Was hier geschah, mag für den Verlauf des Krieges und dem Zusammenbruch der Festung Harz eine Randnotiz gewesen sein. Für neun junge Menschen aber endete die Hoffnung auf ein Ende des Schlachtens jäh. Die Geschehnisse sind weit mehr als ein militärethischer Grenzfall; die Ereignisse von damals sind im Ort lebendig. Das Vergangene ist nicht vergangen. Es muß erzählt werden.
Die Anmerkung beschreibt die Entwicklung Blankenburgs von der wirtschaftlichen und kulturellen Situation vor dem Kurwesen bis hin zur Blütezeit mit Dr. Müllers Anstalt und den Naturheilmitteln in den goldenen Zwanzigern. Zudem wird das Teufelsbad und seine Rolle im DDR-Gesundheitswesen thematisiert sowie die spätere Wiedergeburt als Fachklinik.
Die lebensgefährliche Flucht des chilenischen Außenministers Altamirano – der Nummer Zwei der chilenischen Allende-Regierung – vor der mörderischen Soldateska des Putschistengenerals Augusto Pinochet in Chile 1973 hat es wirklich gegeben. Wer trug die Verantwortung? Das blieb jahrzehntelang geheim Zum Helden dieser Flucht avancierte ausgerechnet ein Hauptmann der Hauptverwaltung Aufklärung (Auslandsgeheimdienst der DDR) unter dem legendären Geheimdienstchef Markus Wolf. Der Fluchthelfer-Job des Offiziers im besonderen Einsatz verlief alles andere als konfliktlos. Am Ende der Welt, völlig auf sich allein gestellt, war diese Kommandoaktion ein Drahtseilakt zwischen Leben und Tod und weit mehr als eine Randnotiz der Weltgeschichte. Andreas Pawel macht aus dem authentischen Fall eine zugleich sorgsam recherchierte und spannend erzählte Geschichte.
Villa Blankenburg – das ist der Ort, von dem in diesem Buch 42 der schönsten und interessantesten Villen vorgestellt werden. Denn die alte Residenzstadt der Welfenherzöge kann mit Glanz un:d Geschichte wie kaum eine andere Harzstadt aufwarten. Andreas Pawel als Dokumentarist und Clemens Bussert als Fotograf bündeln ihre Perspektiven. Hinter den erstmals opulent eingefangenen Fassaden der Blankenburger Villen verbirgt sich Familiengeschichte, Stadtgeschichte, Sittengeschichte aus 150 Jahren – ein Reigen aus Geschichte und der Blankenburger Andreas Pawel kennt sie alle. Aber die Villen im Spannungsfeld von Gelungensein und Substanzverlust haben auch Eigensinn. Denn mit ihnen wird Mühe und Arbeit über Generationen weitergegeben. Am Ende sind es die Menschen, die in den Villen wohnen, die ihr Unverwechselbares ausmachen. So ist die Schönheit der Blankenburger Villen nur eine andere Perspektive für das Gefühl: Hier bin ich zu Hause.