Mütterlichkeit braucht kein Geschlecht
Fürsorge als gesamtgesellschaftliche Herausforderung



Fürsorge als gesamtgesellschaftliche Herausforderung
Geschlechterkritische Perspektiven auf den Wandel der Familie
Der Sammelband vereint Beiträge, die sich aus geschlechterkritischer Perspektive mit dem Wandel von Familie und Elternrollen auseinandersetzen. Ziel ist es - über eine interdisziplinäre Bestandsaufnahme von sozioökonomischen Rahmenbedingungen wie auch psychosozialen und geschlechtsspezifischen Aspekten - normative Wertungen zu überwinden und das (gesellschafts-)kritische Potential von Mutterschaft wie Elternschaft zu markieren
Die Autorinnen untersuchen die kulturellen und gesellschaftlichen Einflüsse auf die weibliche Körperlichkeit, die das subjektive Erleben moderner Frauen prägen. Im Fokus steht eine geschlechtersensible Sichtweise auf körperpsychotherapeutische Prozesse, wobei der Körper als zentraler Referenzpunkt dient. Die historische, kulturelle, soziale und individuelle Kontextgebundenheit der subjektiven Verkörperung von Weiblichkeit wird aus verschiedenen theoretischen und körperpsychotherapeutischen Perspektiven beleuchtet. Erkenntnisse aus der ambulanten psychotherapeutischen Praxis sowie Ansätze der Körper- und Genderforschung treten in einen interdisziplinären Dialog. Die Beiträge bieten einen erfahrungsbasierten Einblick in die Zusammenhänge von Körper und Psyche. Eine kritische Reflexion über Pathologisierungen hinterfragt bestehende (körper-)psychotherapeutische Forschungen. Praktische Fallbeispiele verdeutlichen die erreichbaren Prozesse in körperbezogenen therapeutischen Ansätzen und die Notwendigkeit eines gendersensiblen Bewusstseins. Mit Beiträgen von Anke Abraham, Cristina Angelini, Angela von Arnim, Eva Bogensperger-Hezel und weiteren Autorinnen wird ein umfassendes Bild der Thematik gezeichnet.