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Sabrina Hufnagel

    Nibelungische Memoria
    Mediävistische Perspektiven im 21. Jahrhundert
    • Mediävistische Perspektiven im 21. Jahrhundert

      Festschrift für Ingrid Bennewitz zum 65. Geburtstag

      • 480 pages
      • 17 hours of reading

      Die Festschrift versammelt Beiträge von nationalen und internationalen Schüler*innen, Kolleg*innen und Weggefährt*innen, die sich mit den vielfältigen Forschungs- und Arbeitsschwerpunkten der Jubilarin auseinandersetzen. Die Themen reichen von mittelhochdeutscher Lieddichtung über gender studies bis hin zur Rezeptionsforschung des Mittelalters. Zudem werden Aspekte der Fachgeschichte und verschiedene Fachperspektiven behandelt, wodurch ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Diskursen abgedeckt wird.

      Mediävistische Perspektiven im 21. Jahrhundert
    • Das ‚Nibelungenlied‘ endet bekanntermaßen mit der exorbitanten Katastrophe am Hunnenhof, die die meisten Protagonisten des Werkes in einer Eskalation der Gewalt in den Tod reißt. An dieser Stelle hebt die ‚Nibelungenklage‘ an und erzählt, was ‚danach‘ geschah. In der Rekapitulation der außergewöhnlichen Ereignisse, der Diskussion und Bewertung der Handlungen und Motivationen der Protagonisten des ‚Liedes‘ und vor allem in der Trauer um die Verstorbenen installiert die ‚Nibelungenklage‘ konkrete Erinnerungsmaßnahmen des ‚Lied‘-Geschehens und seiner Figuren. Diese Untersuchung analysiert, wie sich in der schriftlichen Überlieferung von ‚Lied‘ und ‚Klage‘ dabei eine ‚nibelungische memoria‘ formiert, die den Erzählkomplex als Teil einer Gedächtniskultur narrativiert, und wie diese memorierende Trauerartikulation im Kontext der normativen Anforderungen von Status, Macht und Geschlecht und damit im Sinne der Reorganisation der Gegenwart für eine funktionale nachnibelungische Zukunft organisiert wird.

      Nibelungische Memoria