The Legal Community of Mankind
A Critical Analysis of the Modern Concept of World Organization
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A Critical Analysis of the Modern Concept of World Organization
Gedenksteininschrift auf dem Gelände des ehemaligen KZ Bergen Belsen
Das Buch dokumentiert die Gedenksteine des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen, wo über 50.000 Menschen starben. Es enthält Fotografien und Übersetzungen der Inschriften sowie rekonstruktierte Biografien der Verstorbenen. Zudem wird die Geschichte des Lagers und der Gedenkstätte eingehend erläutert.
Zur Bedeutung der jüdischen Tradition bei Martin Buber und Aharon Appelfeld
Im nationalsozialistischen Deutschland vor der Shoah führte Martin Buber jüdische Bürger in Lernzeiten zurück zum biblischen Text, den er als die Stiftungsurkunde Israels betrachtete. Durch das Hören auf die Schrift sollten sie die ›Gottesmächte‹ als haltgebenden Grund erfahren. Bubers Hoffnung war, dass die deutschen Juden sich als jüdische Gemeinschaft von Mensch zu Mensch, als Erinnerungsgemeinschaft und Werkgemeinschaft in der Krise bewähren würden. Leider wurde das deutsche und europäische Judentum in der Shoah größtenteils vernichtet. Nach der Shoah entstand ein neues Israel, geprägt von Aufbruch und Neuaufbau; viele schlossen ihre europäische Herkunft, Religion und Geschichte aus, um die Schrecken und das Schöne der Vergangenheit zu verdrängen. Aharon Appelfeld symbolisiert die Überwindung dieses Verlusts. Rückbesinnung bedeutet Offenheit gegenüber den Menschen der Vergangenheit und die Wiederaneignung der geschichtlichen sowie biblischen Tradition, die Buber vermittelte und der Appelfelds Lehrer in Israel war. Die Rückgewinnung der Identität und die Bindung der Gegenwart an die Tradition prägen sowohl Bubers Wirken als auch Appelfelds Schreiben. Die beiden Texte in diesem Buch stehen für sich und zeigen die Parallelen im Wirken und Schreiben dieser herausragenden Persönlichkeiten in verschiedenen geschichtlichen Konstellationen.
Grabsteininschriften der jüdischen Displaced Persons auf dem Zelttheaterfriedhof in Bergen-Belsen
Der Name Bergen-Belsen steht für einen Ort nationalsozialistischer Verbrechen. In der Lüneburger Heide lagen ein Kriegsgefangenenlager (1940-1945) und ein SS-Konzentrationslager (1943-1945), in denen zehntausende Menschen ermordet wurden. Massengräber auf dem ehemaligen KZ-Gelände zeugen von diesen Gräueltaten. Nach der Befreiung im April 1945 blieben viele Überlebende, während andere Flüchtlinge hinzukamen. Viele waren zu schwach oder krank, um in ihre Heimatländer zurückzukehren. Insbesondere jüdische Überlebende hatten oft keinen Ort, wohin sie gehen konnten: Ihre Familien waren ermordet, Dörfer und Gemeinden zerstört, und eine freundliche Aufnahme war in weiten Teilen Osteuropas nicht zu erwarten. So blieben sie als Heimatlose, sogenannte Displaced Persons (DPs), und wurden im nahegelegenen Hohne-Camp untergebracht, wo zeitweise bis zu 12.000 jüdische DPs lebten. In den ersten Monaten nach der Befreiung starben weitere tausende Menschen im DP-Camp an den Folgen der KZ-Haft und wurden auf dem Zelttheaterfriedhof beerdigt. Das Buch dokumentiert die hebräischen und/oder jiddischsprachigen Grabsteininschriften der jüdischen DPs fotografisch, druckt sie im Wortlaut ab, übersetzt sie und bietet knappe Kommentare. Biographische Skizzen zu drei dort bestatteten Personen sowie eine Einführung zum historischen Kontext des DP-Camps und dem Selbstverständnis eines jüdischen Friedhofs runden die Darstellung ab.