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Walther Kozik

    Adam Müllers "Elemente der Staatskunst"
    Die Herausbildung des Institutionalismus
    • 2023

      Die Herausbildung des Institutionalismus

      Über die Grundlegungen bei Thorstein Bunde Veblen, John Roger Commons und Wesley Clair Mitchell

      Thorstein Bunde Veblen, John Roger Commons und Wesley Clair Mitchell gelten als Begründer des Institutionalismus, einem theoretischen Ansatz, der in den frühen 20. Jahrhunderts entstand. Dieser Ansatz integrierte Erkenntnisse aus Psychologie, Soziologie und Philosophie, um ein realistisches Menschenbild für das Theoretisieren zu schaffen. In Anlehnung an die Historische Schule der Nationalökonomie erkannten sie, dass der Mensch nur in Vergesellschaftung gedacht werden kann und Teil eines historischen Kontinuums ist. Zentral für ihr Denken war die Wechselwirkung zwischen Individuum und Gesellschaft, die durch Institutionen vermittelt wird. Veblen bezeichnete diese als „habits of thought common to the generality of men“, die Menschen für bestimmte sozio-ökonomische Umfelder sozialisieren. Sie stützten sich auf evolutorische Gesetzmäßigkeiten, wie sie von Charles Darwin formuliert wurden. Nach dem Ersten Weltkrieg schien der Institutionalismus zeitweise der neue wirtschaftswissenschaftliche Mainstream zu werden, doch die Weltwirtschaftskrise von 1929 und der Bedarf an einfachen Modellen verhinderten dies. Heute wird der Institutionalismus oft als ökonomisches Kuriosum betrachtet, doch die Tradition von Veblen, Commons und Mitchell ist aktueller denn je. Ihre Erklärungen für zyklische Wirtschaftbewegungen bieten Einsichten in die Spekulationskrise von 2008 und antizipieren Risiken globaler Lieferketten sowie die derzeitige Inflati

      Die Herausbildung des Institutionalismus
    • 2018

      Adam Müllers "Elemente der Staatskunst"

      Ein früher institutionenökonomischer Ansatz

      Um die Wende zum 19. Jh. entstand im deutschen Sprachraum eine Denkrichtung, die sich als „romantisch“ bezeichnete und eine umfassende Weltanschauung anstrebte. Vor dem Hintergrund der Aufklärung, der Französischen Revolution und der napoleonischen Kriege rückten Vertreter der Romantik, wie F. Schlegel und A. H. Müller, das Spannungsfeld von Individuum und Gemeinschaft in den Fokus. A. H. Müller (1779-1829) widmete sich intensiv diesem Themenbereich und erweiterte ihn um eine Theorie menschlichen Wirtschaftens, inspiriert von A. Smiths Werk und dessen Rezeption in Deutschland. 70 Jahre nach Müllers Tod und 90 Jahre nach der Veröffentlichung seines Hauptwerks, den „Elementen der Staatskunst“ (1809), entwickelte sich in den USA, ausgehend von T. B. Veblen und seiner „Theory of the leisure class“ (1899), die evolutionäre oder institutionelle Ökonomie. Diese vertritt in vielen Bereichen Ansichten, die den politischen Romantikern Deutschlands, insbesondere A. H. Müller, ähnlich sind, ohne sich jedoch direkt auf sie zu beziehen. Bisher wurde nicht untersucht, ob zwischen diesen Denkrichtungen substantielle Übereinstimmungen bestehen und wie weit diese reichen. Diese Veröffentlichung zielt darauf ab, dies zu erforschen, indem sie auf Basis der wesentlichen Werke von Veblen, J. R. Commons, W. C. Mitchell und C. E. Ayres eine institutionelle Vergleichsbasis vorschlägt. Der Hauptteil widmet sich der Biographie und dem sozioökonomischen

      Adam Müllers "Elemente der Staatskunst"