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Ulrike Gies-Küpper

    January 1, 1953
    Kochbuch der Toten
    Ernstrosen
    Schnuffelstoff
    • Kochbuch der Toten

      • 138 pages
      • 5 hours of reading

      Ulrike Gies erinnert sich an Geschmack und Geruch, die alles überdauern. Erinnerungen an Birnenkompott, Mettbrötchen und ein indonesisches Menü entführen sie in die Vergangenheit, ähnlich wie Proust durch seine Madeleine. Verbrannte Klöße und Linsensuppe führen Gies auf eine kulinarische Reise, die sowohl ihre Kindheit als auch ihren heutigen Alltag umfasst. In fragmentarischen, assoziativen Erzählungen evoziert sie Erinnerungen, die das Leben der Verstorbenen lebendig halten, trotz des Verlusts ihrer Eltern und der großen Liebe sowie der Einschränkungen durch ihre Krankheit. Nüchtern und erbarmungslos beschreibt sie die Herausforderungen, wie die Krankheit der Mutter und die Beerdigung der Tante, und reflektiert humorvoll über ihr eigenes Leben. Ihre Betrachtungen über Tod und Leben ziehen sich wie Aphorismen durch das Werk, wobei das Thema Essen als Rahmen für die Memoiren dient. Alles bleibt bestehen, auch wenn die Geliebten fehlen, nur das Rezept für Mutters Nusskuchen ist mit ihrem Tod verschwunden. Stattdessen hinterlässt Gies in diesem Werk ihre Erinnerungen und ein Rezept für asiatische Fischsuppe, „das wahrscheinlich einen ganzen Sternenhimmel wert ist.“

      Kochbuch der Toten2016