Tag für Tag verschwinden Menschen aus unserer Mitte. Menschen, die versucht haben, in Österreich ein Leben in Würde und Sicherheit zu führen, werden in Schubhaft gesperrt und immer öfter auch abgeschoben – sogar nach Afghanistan, obwohl dort Krieg und Gewalt herrschen. Immer öfter flüchten diese Menschen vor der drohenden Abschiebung aus Österreich jetzt weiter in andere Länder, zuletzt vor allem nach Frankreich oder Italien, weil unser Land nicht bereit ist, sie dauerhaft aufzunehmen und zu beschützen. Weil unser Land die Vertriebenen nun noch weiter vertreibt und sie – wie unseren Freund Nawid – zu Umherirrenden macht. Das dürfen wir nicht hinnehmen! Wir müssen für all jene sprechen, deren Stimmen hier nicht gehört werden! Mit diesem „Buch für einen umherirrenden Freund“*) setzen wir einen ersten Schritt und fordern ein bedingungsloses #hierbleiberecht - wer seit drei Jahren hier ist, muss hierbleiben dürfen!
Jessica Beer Books


Vom einzig richtigen Moment und von verpassten Gelegenheiten, vom Leben in der Kleinstadt und in trostlosen Asylantenunterkünften, von dem, was uns zusammenhält und vom unausgesprochen Bleibenden, das alles bestimmt, von Heldinnen der Integration und geglückter Selbstermächtigung, von szenischen Versuchsanordnungen, von Tagebuch-Notizen eines Außenseiters und dem Kontrabass als Überlebensmittel, vom Mut zum Kitsch und dem Mädchen mit dem schwarzen Kopftuch, von Rakugo und der Frau mit den vielen Namen erzählt dieses Buch.