Wilde Wanda
Wiens einzige Zuhälterin: ein Leben zwischen Emanzipation, Exzess und Zerstörung
- 208 pages
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Gefürchtet, geächtet, gefeiert: Wanda Gertrude Kuchwalek, bekannt als die „Wilde Wanda“, war eine Ikone der Wiener Unterwelt, die zwischen Macht und Ohnmacht, Exzess und Verzweiflung lebte. Ihre Geschichte wird in diesem Buch in bisher nie dagewesener Tiefe erzählt. Als einzige Frau in der Männerdomäne der Zuhälterei war sie eine der gefährlichsten Persönlichkeiten ihrer Zeit und eine provokative Rebellin gegen gesellschaftliche Konventionen. Die Namensgeberin der Popband Wanda lebte ein Leben, das von anarchischer Selbstbestimmung und zerstörerischen Abhängigkeiten geprägt war. Von ihrer Kindheit als Tochter einer Schlangentänzerin und Missbrauch in Heimen bis hin zu ihrem Aufstieg und Fall in der Unterwelt: Clemens Marschall enthüllt die Wahrheit hinter den Mythen durch jahrelange Recherche, Archivarbeit und intime Gespräche mit Zeitzeugen. Es entsteht ein Psychogramm einer Frau, die aus allen Rollen fällt und eine Einladung, über Macht, Verletzlichkeit und Rollenbilder nachzudenken. Marschall bringt die Legende der Wilden Wanda ans Licht, die seit Jahrzehnten hinter vorgehaltener Hand erzählt wird. Seine Erzählung ist ein sprachgewaltiges Echo aus einem Wien, das es so nicht mehr gibt – oder vielleicht doch? Hinter vorgehaltener Hand wird von Orten geflüstert, die nur noch er kennt.




