Das Set-based Concurrent Engineering (SBCE) ist ein Konzept zur Steigerung der Effektivität und Effizienz in der Produktentwicklung. Durch technische Entscheidungen, die auf fundierten und nicht annahmebasierten Grundlagen basieren, können Iterationen vermieden werden. Der Autor untersucht empirisch, wie SBCE in der Praxis implementiert werden kann. Zentrale Erkenntnisse zeigen, dass die Besonderheiten des SBCE und die Charakteristika der Produktentwicklung oft unzureichend berücksichtigt werden. Dies führt dazu, dass Implementierungsprojekte von Vorstellungen aus der Produktionswelt und dem Lean Production Ansatz negativ beeinflusst werden. Um diese Lücken zu schließen, wird ein SBCE-Leistungserstellungsmodell mit einer SBCE-Implementierungsheuristik kombiniert. Das erste Modell, basierend auf dem Scrum-Ansatz, bietet einen innovativen Weg, SBCE greifbar zu machen, ohne den Entwicklern die Details ihrer Arbeit vorzugeben. Die Implementierungsheuristik adressiert praktische Herausforderungen durch drei Empfehlungen: die Positionierung des Veränderungsvorhabens, eine Ist-Analyse mit einem partizipativen Untersuchungswerkzeug und einem SBCE-Reifegradmodell sowie einen SBCE-Supervisions-Ansatz zur Handhabung der Kontra-Intuitivität. Diese Arbeit bietet Praktikern wertvolle Unterstützung bei der Implementierung neuer Arbeitsweisen in der Produktentwicklung, insbesondere des SBCE.
F. Alexander Hilgendorff Books
