Prolog Gleich. Der Tod würde eintreten. Der beste Augenblick, auf den es ankam, für den sich jedes Risiko lohnte. Der Puls am Handgelenk war nicht mehr tastbar, und selbst an der Halsschlagader kaum wahrnehmbar. Doch sie holte noch einmal Atem, kämpfte weiter in einem verlorenen Kampf. Während das eine Herz sich seinem letzten Schlag näherte, trommelte das andere wild in ihrem Brustkorb, wie ein Vogel, der vergeblich zu entkommen versuchte. Es war dunkel im Zimmer, das Licht schimmerte nur schwach durch den Türspalt. Gleich. Vor Aufregung zitternde Finger tasteten über die seidenweiche, papierdünne Haut des Halses. Kein Puls mehr zu finden, und doch schlug das tapfere Herz weiter. Ein weiterer Atemzug – war es der letzte? Ungeduld überkam das Herz: War es nicht längst Zeit? Doch dann geschah es. Nach endlosen Sekunden riss sie Mund und Augen auf, die Pupillen geweitet, und holte Luft. Dann sank sie zurück ins Kissen, in dem ihr schmächtiger Körper viel zu klein wirkte. Der letzte Atemzug entwich zwischen ihren Lippen, die sich über den zahnlosen Kiefer spannten. Das flatternde Herz jubilierte. „Du hast es verdient. Ruhe in Frieden.“ Sanft schloss seine Hand die Lider der kleinen Frau, dann trat er einen Schritt zurück und schloss die Hände um die kühlen Gegenstände in seinen Taschen, um das Zittern zu unterdrücken. Als die Figur das Zimmer verließ, löschte sie das Licht und zog die Tür behutsam zu, in der Hoffnung, niemand hö
Marley Alexis Owen Books





Eine Mission die von halsbrecherisch zu unmöglich wird – binnen eines Wimpernschlages. Die Ex-Scharfschützin Sara riskiert ihr Leben, als sie mit ihrer Kollegin Jay von der Sisterhood auf russisches Territorium vordringt. Was schon schwierig in der Planung war, wird schnell zu einer lebensbedrohlichen Verfolgungsjagd. Im Grenzgebiet kommt es zum Showdown mit tödlichen Folgen.
Afghanistan ohne Bundeswehrmandat – Sara Konrad allein im Kampf gegen den Taliban Ihr erster Einsatz für die geheimnisvolle Sisterhood treibt sie zurück nach Afghanistan – einem Land, dem sie gehofft hatte für immer den Rücken zu kehren. Ihr Auftrag: Eine Frau vor den religiöse Fanatikern der Taliban zu retten und geheime Dokumente zu sichern, die den Weltfrieden bedrohen. Doch nicht nur dass der Feind übermächtig ist – Verrat lauert ausgerechnet in den eigenen Reihen. Selbst unter Lebensgefahr ist Rückzug keine Option für Sara. Eine fatale Entscheidung …
Prolog »Was würdest du dafür tun, dass dein Problem verschwindet?« Martin hing mehr auf dem Barhocker, als dass er darauf saß. Mühsam hob er den Kopf und starrte den Typen neben sich an. »Wasssch?«, nuschelte Martin, während seine Aufmerksamkeit bei der riesigen Zunge verweilte, die er im Mund zu haben schien. Er kicherte, schniefte und wischte sich mit dem Ärmel über Augen und Nase. In einer heruntergekommenen Spelunke in einer unbekannten Seitenstraße, die er vermutlich nie wiederfinden würde, bestellte er billiges Astra und Schnaps, mehr verlangte er nicht. Das Publikum bestand aus ein paar Gestalten, die über ihren Gläsern hingen, während zwei alte Säufer sich über ein Fußballspiel stritten. Die Jukebox spielte Musik aus einem anderen Jahrhundert. Martin fühlte sich genauso erbärmlich wie der Laden und hatte sich am Ende des Tresens verkrochen. Gerade als er einen weiteren Kurzen kippen wollte, wurde ihm bewusst, dass der Typ ihn etwas gefragt hatte. »Wie, was soll ich denn da machen?«, fragte er, so artikuliert wie möglich. »Isch hab doch allesch versucht …« Martin schluchzte auf. »Der nimmt mir mein Kind weg.« Der andere bewegte sich nicht. Unter dem dunklen Hoodie war nur die bleiche Nasenspitze sichtbar. Martin schniefte und rieb sich das Gesicht. »Wir Kleinen kriegen doch immer nur in die Fresse.« Er zog geräuschvoll die Nase hoch und genehmigte sich einen weiteren Schluck aus seiner Flasche. »Und was würdest du dafür
Die Pipeline – Sara Konrad Thriller
- 308 pages
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