Texte für und aus Pfaffenhofen, direkt aus dem Flaschlturm. Die Geschichten spielen am Hauptplatz, auf dem Friedhof und im Flaschlturm, erzählen unter anderem von Begegnungen mit Bürgerinnen und Bürgern der Stadt und der Autoliebe der Pfaffenhofener. Spannend, nachdenklich, erfrischend und komisch: aus unterschiedlichsten Blickwinkeln entsteht ein facettenreiches Bild über die Menschen und das Leben in der Kleinstadt. Zehn Schriftstellerinnen und Schriftsteller haben durch das Lutz-Stipendium von 2014 bis 2023 je drei Monate in Pfaffenhofen verbracht. In einem literarischen Text hielten sie jeweils ihre Eindrücke fest. Zehn Zwischenfälle im Andenken an den Pfaffenhofener Schriftstellers Joseph Maria Lutz und seinen Roman. Nun zum ersten Mal in einem Sammelband veröffentlicht.
Zemla Peter Book order (chronological)



Die Hinrichtung
- 468 pages
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Das sind mal Nachrichten: Melchior Ferner, der unbescholtene Leiter eines Hallenbades, fischt eine städtische Vorladung aus der Post – zu seiner eigenen Exekution. Trotz Anfechtungen, trotz der Aufforderungen von Frau und Tochter, Widerstand zu leisten, entschließt er sich zu kooperieren. Womit Ferner nicht gerechnet hat: dass das bizarre Personal im Rathaus, einschließlich diverser darin spukender Geister, nichts mit dem entschlossenen Delinquenten anzufangen weiß. "Die Hinrichtung" ist ein Roman zwischen Traum und Realität, zwischen himmelschreiender Tragik und grotesker Komik. Vom Tod höchstselbst erzählt.
nach noch
Letzte Balladen
Mit „nach noch“ legt Peter Zemla „Letzte Balladen“ als ein Unumstößliches, als ein ganz und gar Grundsätzliches vor. Der Rezipient begegnet dem lyrischen Ich im Vorüberstreifen turmtief blockig, strophennah geschaufelt, Strophe für Strophe dunkler werdend, noch kein Grab, aber ein Hinweggehen, ein Gehen und Gehen, Fallen und Fallen, ein Lesen und ein Innehalten an Splittern und Knochen, die verwandelte Häuser waren, noch vor Kurzem, nach langem Stillstehen, zeilenweise ein Sichvertiefen. Die hier versammelten Gedichte schließen einander in der Strenge ihrer Form ab. Zemlas Gedichttürme gehen gleichermaßen in die Höhe und in die Tiefe, wo sie Schwarzer Bunker werden. Sie geben den Inhalten Halt, verharren unter der Haut und halten gleichzeitig stand, wo selbst ein lyrisches Ich bersten und schließlich splittern müsste wie Schneckenhäuser oder sich verwandeln und fliegen, mit einem kraah kraah wie schwarze Federn in Pullovermaschen, hinter Ohren, im Haar und zwischen dicken Kinderfingern. – Julia Kulewatz