Litfass 41. Zeitschrift für Literatur.
- 160 pages
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Günter Kunert was one of the most versatile and significant contemporary German writers. His extensive body of work encompasses poetry, short stories, essays, aphorisms, satirical pieces, and even science fiction. Throughout his writings, he adopted a critical stance on various themes, including faith in progress, Nazism, and the politics of the East German regime. While his early poetry adhered to socialist realism, he later developed a more skeptical and pessimistic outlook, reflecting his evolving worldview.







Günter Kunert beschreibt auf tragikomische Weise sein deutsches Leben. Als Kind erlebt er, wie die Familie der jüdischen Mutter in deutschen Konzentrationslagern umgebracht wird. Als junger Künstler muß er mit ansehen, wie aus den hohen Idealen des Sozialismus ein bürokratischer Unterdrückunggsstaat wird. Und als Erwachsener wird er gezwungen, sein Land zu verlassen. Er rekapituliert die Stationen seines Lebens mit dem heiteren Blick eines Pessimisten, der auf mutige Weise sein Leben gelebt und durchgesetzt hat.
Dieser Gedichtband ist Kunerts erster Rückblick von Westdeutschland in den Osten und auf seinen Neuanfang. Er wechselt zwischen Ironie und Melancholie und analysiert die Welt, um ihre Teile poetisch auf ihre Tauglichkeit zu prüfen.
Erzählung: Der Ostberliner Verlagslektor Hans-Dieter Zürner sucht eine ganze Nacht lang Mr. Crossworth, einen britischen Dichter, den "Gast aus England". Das führt zu einer Odyssee durchs nächtliche Ostberlin. Eine Leiche wird der stumme Begleiter des Protagonisten. Der alltägliche Vorgang wird zu einer Kette von Katastrophen und grotesken Ereignissen.
Mythen der Weltkultur und die Geschichte ihrer Deutungen Zu den wichtigsten Figuren der griechischen Mythologie zählt Odysseus, der Abenteurer der homerischen Odyssee. Als listenreicher Weiser oder skrupelloser Machtpolitiker ist er seit Jahrhunderten Muse und Motiv für Literaten aus ganz Europa. Seine Popularität verdankt er nicht zuletzt seinem pioniergleichen Kampf gegen das Schicksal und die göttliche Bestimmung. Besonders das 20. Jahrhundert, dessen Schlagwörter Individualität und Selbstverwirklichung heißen, kürt in Odysseus einen antiken und doch höchst modernen Helden: Der Irrfahrer wird zum Inbegriff des entwurzelten, orientierungslosen Menschen, seine Odyssee ein Sinnbild für die Reise ins menschliche Innere.
Günter Kunert, einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter, veröffentlicht mit "Late Show" einen neuen Gedichtband. Er kombiniert Ironie, Melancholie und Lachen, um menschliche Geheimnisse zu enthüllen, die in öffentlichen Reden fehlen. Seine Gedichte reflektieren Erinnerungen und private Gedanken und zeigen die Vielfalt seines Talents.
German
Roman
SPIEGEL-Bestseller - Die Wiederentdeckung eines Klassikers der deutschsprachigen Literatur. In einer Truhe fand Günter Kunert ein Manuskript, das er vor fast fünfundvierzig Jahren geschrieben hatte – einen Roman, so frech, brisant und »politisch unmöglich«, dass Kunert, der damals noch in der DDR lebte, ihn gar nicht erst einem Verlag vorlegte. »Absolut undruckbar«, wusste er und vergrub das Manuskript so tief in seinem Archiv, dass er selbst es vollkommen vergaß und nur zufällig wiederfand. Der männliche Protagonist sucht nach einem Geschenk zum vierzigsten Geburtstag seiner Frau; die Auswahl in den Geschäften ist ebenso entmutigend wie seine Einfallslosigkeit, schließlich tauscht er Mark der DDR in Westgeld, um im Intershop einzukaufen, und macht dort unbedachte Bemerkungen. So nimmt eine Tragikomödie um Montaigne, Missverständnisse und Stasi-Tumbheit ihren Lauf.
52 Figurationen leibhafter Lieb
Die über 100 Gedichte von "Stilleben" sind ein Resümee seiner Erfahrungen mit dem anderen Teil Deutschlands, seiner Staatsbürokratie, dem neuen Leben und der langsam wachsenden Einsicht, dass unsere gesamte Welt bedroht ist. "Die hier beschriebene Hoffnungslosigkeit lähmt nicht, sondern gibt Kraft, und wenn es auch nur die ist, in Zweieinigkeit durch die hereinbrechende Finsternis zu gehen." (Süddeutsche Zeitung)
"Gunter Kunert schreibt eine temperamentvolle und kraftige, ammutige und pragnante, dynamische und rhythmisch federnde, eine evozierende und zugleich kommentierende Prosa, die anschaulich, aber niemals beschaulich ist."--Marcel Reich-Ranicki in der Zeit
Günter Kunerts Kompendium behandelt Themen wie Leben, Liebe, Kinderspiele und Träume. Es vereint die schreckliche und erheiternde Wahrheit und ist das Lebens- und Lesebuch eines großen Dichters.
Günter Kunerts neue Gedichte reflektieren die Veränderungen und Maskeraden der Menschheitsgeschichte, die von der Weimarer Republik über den Faschismus bis zur DDR reichen. Sie thematisieren den Golem, den der Mensch geschaffen hat und der mächtiger geworden ist als er selbst.
Emil Noldes Werk gilt als eines der revolutionärsten des 20. Jahrhunderts. Dieses Buch beleuchtet sein Leben, geprägt von der norddeutschen Heimat, und untersucht das Zusammenspiel von Licht, Farbe und Landschaft in seinen Bildern. Günter Kunert, Anna Brenken und Heinz Teufel erforschen die Einflüsse auf Nolde und sein Schaffen.
Günter Kunert (1929-2019) war ein bekannter Dichter, der jedoch auch als Filmautor über 48 Jahre hinweg 63 Filme, Serien und Essays verfasste. Seine Texte zeichnen sich durch Fabulierfreude, Bilderreichtum und intelligenten Witz aus. Kunert kritisierte die DDR-Zensur und hinterfragte die Zumutbarkeit von Wahrheit für den Menschen. Diese Sammlung präsentiert erstmals alle seine filmischen und nicht realisierten Werke.
In diesem Band versammelt Günter Kunert Geschichten, Parabeln und Grotesken, die eine auf den Kopf gestellte Realität und den Einbruch des Phantastischen in die Normalität thematisieren. Sie erkunden den Zwischenbereich der plötzlichen Grenzüberschreitung.
German
Gedichte
Kunert widmet den ersten Teil seines Gedichtbandes seinen Erinnerungen an Berlin, wo er geboren wurde und wo er nach dem Krieg mit dem Schreiben begann. Seine neue Heimat Norddeutschland, Reisen und Veränderungen bestimmen thematisch den zweiten und dritten Teil. Im vierten kommen die Dichterkollegen zur Sprache, denen er sich besonders verbunden fühlt.
Erzählen, das heißt für Günter Kunert, dem Leser die Wahrheit zumuten. Seine pointierten, bösartigen und immer ungeheuer komischen Geschichten halten der menschlichen Spezies einen Spiegel vor, in dem diese sich nicht immer gern erkennt. In seinen Geschichten aus Ost und West, von gestern und morgen, erzählt er vom Alltäglichen und vom Ungewöhnlichen – und vom Ungewöhnlichen im Alltäglichen. „Günter Kunert ist ein bemerkenswert bissiger Chronist, der das Ungeheuerliche nicht übersieht, sondern es benennt“, so charakterisierte ihn das Deutschlandradio. Für die deutschsprachige Literatur der Gegenwart ist dieser Erzähler unverzichtbar.
Die Ansiedlung der Zisterzienser in der Mark Brandenburg beginnt im 12. Jahrhundert. Vom späten Mittelalter bis in die frühe Neuzeit gehörten die Dörfer Werder, Rehfelde, Zinndorf, Hennickendorf, Herzfelde, Lichtenow, Rüdersdorf, Kagel, Kienbau, Klosterdorf und Hönow den Zisterziensermönchen des Klosters Zinna. An die Mönchszeit erinnern die Feldsteinkirchen in den ehemaligen Klosterdörfern.
Kunert kann kein Mitleid und kein Verständnis dafür aufbringen, daß heute Intellektuelle von einer »bedrohten Identität« sprechen, wenn sie nach Osten blicken, denn diese »Identität« gab es bestenfalls in den Machtzentralen der Partei. Statt Lamento und Larmoyanz ist jetzt Selbstbewußtsein und Selbstverständnis gefordert, um die Wahrheit hinter der ideologischen Verblendung zu retten.
"Elbsandsteingebirge, Berlin, Buchenwald (das ehemalige Konzentrationslager), Schleswig-Holstein, London, Prag, Amsterdam, Avignon und Bomarzo. Das sind nur einige Stationen von Kunerts "ziellosen Umtrieben," den Reisen der letzten beiden Jahrzehnte. Der Ost-Berliner Lyriker, der seit Ende 1979 in der Bundesrepublik wohnt, ist empfänglich für die Erfahrung der Fremde. Landschaft trägt für ihn das Gesicht der Geschichte und ist zugleich auch sinnlicher Eindruck, Erlebnis. Tagebuchartige Frische und sprachliche Präzision, die auf das Wesentliche vorstösst, geben diesen Texten den Reiz der Begegnung."
Für die hier gesammelten Aufsätze Günter Kunerts, die die Motivation des Schreibers und den Vorgang des Schreibens auf eine so mustergültige wie subtile Weise erläutern, gilt, dass sie selber Teil der schriftstellerischen Praxis sind: Lyrik und Reflexion haben aufs engste miteinander zu tun. Wie Brecht, der sich auf beides verstand, hat auch sein ehemaliger Schüler Günter Kunert sowohl die Neigung wie auch die Kenntnisse, nicht nur eigene, sondern auch historische Texte zu analysieren. Er geht immer von seiner Praxis aus, was nicht nur die Lebendigkeit und den unakademischen Zugriff garantiert, sondern vor allem Einblicke gewährt in die Werkstatt des Schriftstellers, die amüsanter und genauer nicht zu bekommen sind.
Unter dem Titel "Mein Lesebuch" veröffentlicht der Fischer Taschenbuch Verlag Anthologien, in denen Schriftsteller von heute ganz subjektiv ausgewählte Texte der Weltliteratur vorstellen.
Günter Kunerts neue Gedichte in "Ohne Botschaft" bieten einen vertrauten Ton und reflektieren Geschichte und Biografie. Die elegischen Texte laden zur Selbstreflexion ein und vermitteln trotz melancholischer Töne eine positive Sicht auf das Leben. Kunert bleibt ein Melancholiker, ohne in poetische Depression zu verfallen.
Der Dichter ist in diesem Buch Chronist und Interpret zugleich: was er sieht, fühlt und ahnt, wird nicht nur aufgezählt und eingeordnet, sondern auch gedeutet und analysiert. Selbst seine Reisegedichte sind nicht nur Beschreibung der Fremde, sondern auch Anlaß zur Befragung des eigenen Standpunkts, der eigenen Befindlichkeit. Und stets wird in seinen Texten die Fassungslosigkeit darüber mitreflektiert, daß sie - nach der Geschichte, nach unserer Geschichte - überhaupt entstehen konnten.
Von der bürgerlichen Freiheit: Politische Essays
German
Innovation und Restauration im Zeichen einer vergangenen Zukunft
Günter Kunert hat gesammelt, was im alltäglichen Notfall bewahrt werden muss: Heimat als Reisegepäck, Verwischte Grenzen (Metropole und Provinz), das sind seine Themen; und den Gedenktagen der Deutschen folgend, dem Volkstrauertag, dem 17. Juni oder dem 9. November, dem 13. August oder dem Mai 68, erzählt er seine persönliche deutsche Geschichte. Die Porträts von Primo Levi und Theodor Lessing, von Günther Anders und Wolf Biermann zeigen, worauf es Kunert ankommt: auf ein politisches Bewusstsein, das sich der eigenen Geschichte stellt - und auf die Verantwortung, die der Schriftsteller in dieser Geschichte übernehmen muss. "Auskunft für den Notfall" ist nichts weniger als eine Summe des poetischen und politischen Denkens eines der bedeutendsten deutschen Lyriker und Erzähler.
Gedichte und Interpretationen, herausgegeben von Marcel Reich-Ranicki
German
Gedichte und Interpretationen Begründet von Marcel Reich-Ranicki
Ein Klassiker: Gedichte und ihre Interpretation. Begründet von Marcel Reich-Ranicki »Erschließen, um zu bewahren: Das geheime Motto des Herausgebers hat ein Werk entstehen lassen, das nichts weniger ist als eine Einweihung in die Welt der Poesie.« (Siegfried Lenz) 1974 startete Marcel Reich-Ranicki ein in der Literaturgeschichte einmaliges Unternehmen: Unter dem Motto »Der Dichtung eine Gasse« werden seitdem in jeder Samstagsausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Gedichte aus allen Epochen deutscher Lyrik vor, jedes erläutert von einem namhaften Interpreten. Die Bände der Frankfurter Anthologie fassen die Gedichte und Interpretationen eines Jahrgangs zusammen. Inzwischen liegen über 2050 Gedichte vor.