Eine Sammlung sinnreicher okkulter Geschichten
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Johannes von Tepl, also known as Johannes von Saaz, was a Bohemian writer of the German language and one of the earliest known prose writers in Early New High German. His work is characterized by a profound exploration of the human psyche and ethical dilemmas, resonating with readers seeking thoughtful and timeless literature. His literacy in Czech, German, and Latin allowed him to enrich his writing with diverse cultural and linguistic influences. These early prose endeavors represent a significant milestone in literary development, underscoring his pioneering spirit.




Ein vollständiges illuminiertes Manuskript in 64 Farbtafeln. Johannes von Tepl (ca. 1350-1415) verfasste Der Ackermann aus Böhmen um 1401. Es gilt als eines der wichtigsten Werke der spätmittelalterlichen deutschen Literatur. Das Gedicht besteht aus 34 kurzen Kapiteln, die einen Dialog zwischen einem Ackermann, dessen geliebte Frau kürzlich gestorben ist, und dem Tod darstellen. In den ungeraden Kapiteln beschuldigt der trauernde Ackermann den Tod für seinen Verlust. In den geraden Kapiteln antwortet der Tod auf die Emotionen des Ackermanns mit kalter, zynischer Logik. Im vorletzten Kapitel erscheint Gott und entscheidet den Streit, indem er den Ackermann daran erinnert, dass er sein Leben Gott verdankt, und den Tod daran erinnert, dass er seine Kräfte Gott verdankt. Das letzte Kapitel ist ein Gebet des Ackermanns für die Seele seiner Frau. Sechzehn Manuskripte und 17 frühe Druckausgaben des Werkes sind erhalten. Das vorliegende Manuskript wurde um 1470 in der Werkstatt von Ludwig Hennflin in Stuttgart geschaffen. Es befindet sich derzeit in der Universitätsbibliothek Heidelberg.