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Hans-Ulrich Treichel

    August 12, 1952

    Hans-Ulrich Treichel has rapidly established a literary reputation in Germany for his readable, humorous, and yet challenging prose. His works are characterized by an acute sense of time and place, combined with appealing comic irony. Though he began his career as a poet, his fame now rests on his prose, which often draws on personal family experiences and historical events, maintaining a timeless and profound literary quality.

    Seit Tagen kein Wunder
    Endlich Berliner!
    Der einzige Gast. Gedichte
    Liebe Not
    Tagesanbruch
    Königs Erläuterungen und Materialien, Bd.446, Der Verlorene
    • Tagesanbruch

      • 86 pages
      • 4 hours of reading

      Eine Mutter hält ihren erwachsenen Sohn in den Armen. Er ist tot, wie sich bald herausstellt; sie hat ihn während der letzten Monate seiner Erkrankung gepflegt. Bevor die alte Frau den Arzt ruft, beginnt sie mit dem Sohn ein letztes Gespräch, einen Monolog, der zur Bilanz und zur Erinnerung wird: an ein Leben an der Seite eines kriegsversehrten Mannes, an das gemeinsam geführte Textilgeschäft im Nachkriegsdeutschland, an das Glück, ein Klavier anzuschaffen, »etwas von Dauer«, schwarzglänzend und für den einzigen Sohn, den sie liebte und der doch immer ein Fremder für sie geblieben ist. Denn seine Existenz verdankt sich womöglich einer traumatischen Gewalterfahrung, die sie zeitlebens bedrängt hat. »Tagesanbruch« führt ins Zentrum von Hans-Ulrich Treichels Schreiben, ganz nah heran an die Schmerzpunkte von Verlust und Verlorenheit. Es ist die eindringliche, tieftraurige Erzählung einer Frau, die am Totenbett ihres Kindes endlich all das auszusprechen versucht, was sie niemals ausgesprochen hat; und am Ende doch bekennen muss, dass ihr die Worte versagen. Denn »es gibt Dinge, die verschweigt man sogar den Toten«.

      Tagesanbruch
      4.4
    • Liebe Not

      Gedichte

      „Immer reagieren Gedichte auf Not-Situationen; auf die Not, die war, die ist, die kommen wird. Es ist die Not, der man zu entkommen sucht und der doch ein Großes zu verdanken ist: sie treibt immer aufs neue ins Gedicht.“

      Liebe Not
      4.0
    • Der einzige Gast. Gedichte

      • 71 pages
      • 3 hours of reading

      Hans-Ulrich Treichels Gedichte vereinen einen leichten, alltäglichen Ton mit einem versteckten, bitteren Unterton. Sie thematisieren Verlust, Witz und die Wendezeit, während sie auch Liebes- und Trauergedichte umfassen. Treichels Werke sind zugänglich und reflektieren das Leben auf eindringliche Weise.

      Der einzige Gast. Gedichte
      3.0
    • Endlich Berliner! Mit diesem Begeisterungsruf entrinnt so mancher der deutschen Provinz und zieht nach Berlin, in die Hauptstadt. Endlich Kreuzberg, endlich die Museumsinsel, endlich Clubs und Theater. Es gibt zahllose Gründe, endlich Berliner zu werden. Eigentlich kaum zu glauben, daß einem hier auch der Himmel auf den Kopf fallen kann. Touristenfallen am Hackeschen Markt, verdreckte S-Bahnen, und der Monat November scheint kälter, feuchter und dunkler als irgendwo sonst auf der Welt. Also doch lieber raus aus Berlin? Auf jeden Fall! Aber nur für drei Wochen im Jahr. Und niemals im Mai und schon gar nicht im Sommer.

      Endlich Berliner!
      3.5
    • Einzelheiten, Merkmale, Kriterien, die sich zu einer »Lage« zusammenfügen, wenn sie bewußt wahrgenommen werden, wenn sie plötzlich zu einer Tages- oder Zeitgeschichte werden, wenn man sich mitten darin erkennt, als jemanden, der ungläubig, sehnsüchtig, enttäuscht, erstaunt und erwartungsvoll ist. Immer aufs neue und in divergierenden Seelenlagen veriiert Hans-Ulrich Treichel das Thema innerer und äußerer Vergänglichkeiten, als sei das Innen und Außen aufeinander abzustimmen und in Einklang zu bringen mit einer sich sträubenden Person.

      Seit Tagen kein Wunder
      3.0
    • Von Leib und Seele

      Berichte

      • 85 pages
      • 3 hours of reading

      Dieses Buch über Leib und Seele stellt eine Untersuchung über das psycho-physische Grundproblem dar und ist ein unveränderter, hochwertiger Nachdruck der Originalausgabe der zweiten Auflage von 1920. Der Vero Verlag ist Herausgeber von Literatur zu unterschiedlichen Themengebieten wie Forschung und Wissenschaft, Reisen und Expeditionen, Kochen und Ernährung, Medizin und weiteren Genres. Der Schwerpunkt des Verlages liegt auf dem Erhalt historischer Literatur. Viele Werke historischer Schriftsteller und Wissenschaftler sind heute nur noch als Antiquitäten erhältlich. Der Vero Verlag verlegt diese Bücher neu und trägt damit zum Erhalt selten gewordener Literatur und historischem Wissen auch für die Zukunft bei.

      Von Leib und Seele
      3.6
    • Frühe Störung

      Roman

      • 188 pages
      • 7 hours of reading

      Mutter Mutter Mutter. Er wird es nicht los, dieses ständige Geraune in seinem Kopf. Nicht auf der Couch des Psychoanalytikers, nicht in Berlin, der Stadt seiner Kindheit, und erst recht nicht auf seinen Reisen, sei es nach Mecklenburg-Vorpommern, nach Rom oder gar nach Kalkutta. Er, das ist Franz, der tragisch-komische Held in Hans-Ulrichs Treichels neuem Roman, in dessen Gehörgängen sich die mütterliche Stimme eingenistet hat wie ein immerwährender Pfeifton. Eine Störung, eine Mutterstörung, ohne Frage, die von weither kommt, mindestens aus der Kindheit, und wovon ihn Andrea, die jungenhafte und ganz und gar unmütterliche Fotografin, zumindest eine Zeitlang zu heilen versteht. Doch Andrea bleibt nicht bei Franz. Und vor seiner Mutter hält er nicht stand – selbst dann nicht, als längst keine Macht mehr von ihr ausgeht und ihre Stimme verstummt. ›Frühe Störung‹ ist die Geschichte einer verfehlten, schuldhaften und niemals gelösten Bindung eines Sohnes an seine Mutter, eine Geschichte wie sie nur Hans-Ulrich Treichel zu erzählen versteht: tieftraurig, oft genug komisch und erfüllt von schmerzlicher Ironie.

      Frühe Störung
      2.0
    • Der irdische Amor

      Roman

      • 255 pages
      • 9 hours of reading

      Als Albert der schönen Elena begegnet, ist es um ihn geschehen. Ist sie die Frau seines Lebens, die er schon immer gesucht hat, und wird sie, nicht ganz frei und doch zu haben, seiner nach wochenlangem Zögern endlich vorgebrachten Einladung zu einem Spaziergang folgen? Auf einer Parkbank im Berliner Tiergarten passiert es dann: Sie kommen sich näher, die Italienerin und der so norddeutsche Student der Kunstgeschichte, und sie werden ein Paar. Doch eines Tages bekennt Elena, zurück in ihre Heimat zu wollen, um dort den Traum von der Selbständigkeit zu realisieren. Ende des Glücks? Nein. Albert geht mit, man kann, denkt er, auch in sardischer Einsamkeit über Caravaggio forschen. Dort aber, in Carbonia, einem tristen Bergarbeiterstädtchen, dreht sich der Wind, der die junge Liebe soeben noch entfacht hat. Aus der melancholischen Barkellnerin ist die nun beinahe lebensfrohe Besitzerin eines Kosmetikstudios geworden, und Albert, der im Hinterzimmer des Salons ein eher karges Dasein fristet, beginnt von Berlin und den blaugrünen Augen einer Kieler Geologiestudentin zu träumen, die ihm am Strand begegnet ist. Nach einer letzten Nacht verabschieden sich Elena und Albert. Doch bevor er sie verläßt und sich auf den Weg zum Busbahnhof von Carbonia macht, versprechen sie sich ein baldiges Wiedersehen und wissen doch: Ihr beider Traum war wohl zu schön, um wahr zu werden.

      Der irdische Amor
      3.0
    • Heimatkunde oder alles ist heiter und edel

      Besichtigungen

      • 130 pages
      • 5 hours of reading

      Der Erzähler besichtigt komisch-bittere Szenen seiner Lebensgeschichte, und hierzu bedarf es eines Aufgebots emotionaler Kräfte von besonderer Art: Sarkasmus z.B. und Ironie, aber auch Vorspiegelung falscher Tatsachen wie Unempfindlichkeit, Gleichmut und Distanz. Er beglückt den Leser nicht mit Kinderglück, erfreut ihn nicht mit lebenserleichternden Fügungen – er zeigt das Unliebsame, macht das bis zur Lächerlichkeit Scheiternde zum Thema.

      Heimatkunde oder alles ist heiter und edel
      3.7