Ingrid Münch Books





Die geprügelte Generation
- 284 pages
- 10 hours of reading
Erst nachdem bekannt wurde, dass in Heimen und Privatschulen Misshandlungen an der Tagesordnung waren, dass Geistliche Kinder mit Stöcken schlugen - erst seitdem wird offen über die damals an Kindern verübte alltägliche Gewalt geredet. Fragen nach dem WARUM kommen auf: War es der Zeitgeist, der zu Watsch’n und einer Tracht Prügel verleitete? Hing es damit zusammen, dass die Väter traumatisiert aus dem Krieg zurückkehrten? Geschah dies alles in einer unsäglich brutalen Erziehungstradition? Mit einem Blick auf Gegenwart und Vergangenheit beschreibt dieses Buch, wie sich der Vertrauensbruch der Eltern auf die Biografie der Kinder ausgewirkt hat. Wie die demütigenden Schläge die Gefühle, den Alltag und die Beziehungen einer ganzen Generation bis heute beeinflussen. Und ob die einst geprügelten Kinder als spätere Erwachsene diesen Eltern verziehen oder mit ihnen brachen.
Ein lauer Sommerabend. Auf den Wiesen des Kurparks chillen Schüler eines Bad Godesberger Gymnasiums bei Bier und Smalltalk. Plötzlich fahren VW-Bullys vor: Mitglieder einer Jugendgang, mit Messern, Baseballschlägern und Eisenstangen bewaffnet. Sie springen aus den Fahrzeugen, provozieren, schlagen, rauben Handys und Geld. Der Überfall auf den Kurparkwiesen ist in Bad Godesberg kein Einzelfall. Die Journalistin Ingrid Müller-Münch hat in Gesprächen herauszufinden versucht, was aus dem einst beschaulichen Bad Godesberg seit dem Wegzug der Bundesregierung geworden ist. Sie sprach mit Rappern und Gangmitgliedern und plauderte mit Elite-Gymnasiasten. Ihre Recherche gewährt Einblick in zwei nebeneinander existierende Welten, die kaum Berührungspunkte haben und die man gemeinhin in dem einst so beschaulichen Bad Godesberg nicht erwarten würde. Portrait einer Stadt, geprägt von Angst und Arroganz
Sprengsatz unterm Küchentisch
- 303 pages
- 11 hours of reading
Dieses Buch blickt ins Innere der Beziehungen: Die Autorin hat mit Männern und Frauen gesprochen, die sich mitten in dieser umwälzenden Neuorientierung befinden. Sie hat nachgefragt, was aus Männern wird, die keine Arbeit mehr haben, sich aber auch nicht als Hausmann verstehen. Mit Putzen, Bügeln und Staubsaugen tun sie sich schwer, solche Tätigkeiten kratzen an ihrem Selbstbild von Männlichkeit. In den Beziehungen stimmt meist vieles nicht mehr. Ein arbeitsloser Mann an der Seite einer erfolgreichen Frau – alte Positionen geraten ins Wanken, in die neuen Rollen muss sich erst eingefunden werden. Ein gesellschaftliches Umdenken ist dringend notwendig.